Hunderasse Zwergspitz
Inhaltsverzeichnis
- Herkunft und Geschichte des Pomeranians
- Größe, Gewicht und Erscheinungsbild
- Charakter und Wesen des Pomeranians
- Rassestandard und Anerkennung
- Haltung und Pflege des Zwergspitzes
- Gesundheit und Ernährung
- Besonderheiten des Pomeranians
- Pomeranian im Vergleich zu ähnlichen Rassen
- Anschaffung eines Pomeranians
- Häufig gestellte Fragen
Der Zwergspitz stammt ursprünglich aus der Region Pommern und wurde im 19. Jahrhundert durch das britische Königshaus populär. Heute begeistert diese lebhafte Hunderasse mit ihrem fuchsartigen Aussehen und ihrem treuen Charakter Hundefreunde auf der ganzen Welt.
Herkunft und Geschichte des Pomeranians
Der Pomeranian, auch Zwergspitz genannt, hat eine lange und bewegte Geschichte. Sein Name leitet sich von seiner ursprünglichen Heimat Pommern ab, einer historischen Region an der Ostseeküste. Dort lebten seine Vorfahren, die deutlich größeren Deutschen Spitze, die als wachsame Hof- und Arbeitshunde geschätzt wurden. Sie waren robuste und zuverlässige Begleiter der Menschen.
Die eigentliche Entwicklung zur kleinen, eleganten Hunderasse, wie wir sie heute kennen, fand allerdings im 19. Jahrhundert in England statt. Das britische Königshaus, insbesondere Königin Victoria, verliebte sich in die kleinen Spitze und förderte gezielt die Zucht kleinerer Exemplare. Dadurch wurde der ehemals größere Pommersche Spitz systematisch verkleinert und eroberte als Schoß- und Begleithund die Herzen des Adels und später des Bürgertums.
Heute ist der kleine Hund unter vielen Namen bekannt. Während im deutschen Sprachraum die offizielle Bezeichnung "Deutscher Spitz – Zwergspitz" lautet, hat sich international der Name "Pomeranian" durchgesetzt. Oft wird er auch liebevoll "Pom" oder "Pom-Pom" genannt. Seine ursprüngliche Aufgabe als Wachhund ist fast vollständig verschwunden; heute ist er ein reiner Gesellschafts- und Familienhund. Ein Phänomen der jüngeren Zeit ist seine enorme Popularität durch soziale Medien, wo Hunde wie der berühmte "Boo" zum viralen Hit wurden und das Bild des Pomeranians als "Teddybär-Hund" prägten.
Größe, Gewicht und Erscheinungsbild
Der Zwergspitz ist eine kleine Hunderasse, die durch ihr üppiges Fell und ihr keckes Auftreten auffällt. Trotz seiner geringen Größe strahlt er eine bemerkenswerte Präsenz aus, die ihn von anderen kleinen Hunderassen unterscheidet.
Größenvarianten und Gewicht
Laut offiziellem Rassestandard liegt die ideale Schulterhöhe für einen ausgewachsenen Pomeranian zwischen 18 und 22 cm. Alles, was darunter oder darüber liegt, gilt als nicht dem Standard entsprechend. Das Gewicht sollte proportional zur Größe sein und bewegt sich in der Regel zwischen 1,8 und 3,5 kg. Als Welpe durchläuft der kleine Hund eine schnelle Entwicklung, wobei eine Gewichtstabelle helfen kann, das Wachstum im Auge zu behalten. Der Pomeranian ist die kleinste der fünf Varianten des Deutschen Spitzes; Kleinspitz und Mittelspitz sind deutlich größer und kräftiger gebaut.
Besondere Vorsicht ist bei Bezeichnungen wie "Mini Pomeranian", "Teacup Pomeranian" oder "Toy Pomeranian" geboten. Diese Begriffe werden oft für Marketingzwecke verwendet und bezeichnen extrem klein gezüchtete Tiere, die häufig unter erheblichen Gesundheitsproblemen leiden. Eine bewusste Zucht auf ein Gewicht unter 1,8 kg widerspricht den Grundsätzen einer verantwortungsvollen Tierzucht und stellt eine Qualzucht dar.
Das charakteristische Fell
Das Markenzeichen des Pomeranians ist sein doppeltes Haarkleid. Es besteht aus einer dichten, kurzen Unterwolle, die ihm Volumen verleiht und ihn vor Kälte und Hitze schützt, sowie dem langen, geraden und abstehenden Deckhaar. Diese Fellstruktur lässt den Zwergspitz größer und runder erscheinen, als er tatsächlich ist. Besonders ausgeprägt sind die löwenartige Halskrause und der buschige Schwanz, der keck über dem Rücken getragen wird.
Dieser Pelzmantel ist zwar wunderschön, aber auch pflegeintensiv. Regelmäßiges, gründliches Bürsten ist unerlässlich, um Verfilzungen vorzubeugen und die Haut gesund zu halten. Während des Fellwechsels, der meist zweimal im Jahr stattfindet, verliert der Zwergspitz viel Unterwolle. Aufgrund dieses starken Haarens und der Fellstruktur gilt er nicht als allergikerfreundlich.
Farbenvielfalt beim Pomeranian
Die Farbenvielfalt beim Zwergspitz ist groß. Der Rassestandard erkennt eine breite Palette an Farben an, die den kleinen Hund in immer wieder neuen Facetten zeigen. Zu den klassischen und beliebten Varianten gehören:
- Orange und Orange-Sable
- Schwarz
- Weiß
- Braun
- Creme und Creme-Sable
- Grau-gewolkt (Wolfsable)
Besonders begehrt sind oft rein weiße Pomeranians, tiefschwarze Zwergspitze oder Hunde in einem warmen Braunton. Es gibt auch mehrfarbige Exemplare wie schwarz-weiße oder schwarz-braune Fellzeichnungen. Interessant ist, dass viele Pomeranian-Welpen ihre endgültige Fellfarbe erst im Laufe ihres ersten Lebensjahres entwickeln. Ein Welpe kann also mit einer ganz anderen Farbe geboren werden, als er sie im Erwachsenenalter zeigen wird.
Das markante Erscheinungsbild
Neben dem Fell prägt der kompakte, quadratische Körperbau das Erscheinungsbild des Pomeranians. Er steht auf kurzen, geraden Beinen und vermittelt einen harmonischen Gesamteindruck. Sein Kopf ist fuchsartig mit kleinen, spitzen Stehohren, die aufmerksam nach vorne gerichtet sind. Die dunklen, wachen Augen verleihen ihm einen intelligenten und frechen Ausdruck.
Ein weiteres typisches Merkmal ist der hoch angesetzte, über den Rücken gerollte Schwanz. Er liegt fest auf und trägt zum selbstbewussten Auftreten des Hundes bei. Der sogenannte "Teddybär-Look" mit extrem kurzem Fang und runden Augen, der durch gezielte Züchtung und bestimmte Haarschnitte entsteht, ist zwar populär, steht aber oft im Zusammenhang mit gesundheitlichen Problemen wie Atemnot und sollte daher kritisch hinterfragt werden.
Charakter und Wesen des Pomeranians
Hinter dem niedlichen Äußeren des Pomeranians verbirgt sich ein charakterstarker und selbstbewusster Hund. Sein Temperament ist eine Mischung aus Lebhaftigkeit, Intelligenz und tiefer Anhänglichkeit. Wer sich einen Zwergspitz anschafft, holt sich einen wahren Persönlichkeitshund ins Haus.
Das Wesen des Pomeranians ist geprägt von seiner Herkunft als Wachhund. Er ist äußerst aufmerksam, und nichts entgeht ihm. Fremden gegenüber zeigt er sich oft zunächst misstrauisch und meldet Ungewohntes zuverlässig mit lautem Bellen. Diese Neigung zu häufigem Bellen ist eine der bekanntesten Eigenschaften des Zwergspitzes und erfordert von Anfang an eine konsequente Erziehung, um nicht überhandzunehmen.
Seiner Familie gegenüber ist der Pom ein unglaublich loyaler und verschmuster Begleiter. Er baut eine sehr enge Bindung zu seinen Bezugspersonen auf und liebt es, im Mittelpunkt zu stehen und ausgiebig gekuschelt zu werden. Ignoriert zu werden oder Langeweile gehören zu den Dingen, die Zwergspitze gar nicht mögen. Mit dem richtigen Training und einer schrittweisen Gewöhnung kann ein Pomeranian auch für einige Stunden alleine bleiben, ohne in Stress zu verfallen. Sein Bewegungsbedarf ist moderat. Regelmäßige, interessante Spaziergänge sind wichtig, aber er benötigt keine stundenlangen Märsche. Durch seine geringe Größe ist er auch für die Wohnungshaltung bestens geeignet, solange für ausreichend geistige und körperliche Beschäftigung gesorgt ist.
Eignung für verschiedene Halter
Für wen ist ein Pomeranian geeignet? Grundsätzlich kann dieser kleine Hund auch ein guter Partner für Anfänger sein, vorausgesetzt, diese sind bereit, sich intensiv mit dem Thema Hundeerziehung zu beschäftigen. Seine Intelligenz macht ihn lernwillig, aber sein Selbstbewusstsein erfordert klare Regeln und eine liebevolle, aber unnachgiebige Führung.
Als Familienhund kann der Zwergspitz gut funktionieren, wenn die Kinder alt genug sind, um den respektvollen Umgang mit einem kleinen Tier zu verstehen. Aufgrund seiner zierlichen Statur ist er nicht als Spielzeug für sehr kleine Kinder geeignet. Ideal ist er hingegen für Singles, Paare oder aktive Senioren, die einen treuen und lebhaften Begleiter suchen. Wer jedoch einen ruhigen, zurückhaltenden Hund bevorzugt, ist mit dem temperamentvollen Pomeranian schlecht beraten. Es ist wichtig zu verstehen, dass er trotz seiner geringen Größe ein vollwertiger Hund mit allen Bedürfnissen ist.
Rassestandard und Anerkennung
Der Pomeranian ist eine international anerkannte Hunderasse. Der weltweit größte kynologische Dachverband, die FCI (Fédération Cynologique Internationale), führt ihn in der Gruppe 5 "Spitze und Hunde vom Urtyp" und dort in der Sektion 4 "Europäische Spitze". Die offizielle Bezeichnung lautet "Deutscher Spitz", wobei der Pomeranian der Varietät "Zwergspitz" zugeordnet wird. Der Standard trägt die Nummer 97.
Außerhalb des deutschen Sprachraums hat sich der Name "Pomeranian" durchgesetzt und ist die international gebräuchliche Bezeichnung. Auch andere große Zuchtverbände wie der American Kennel Club (AKC) oder der British Kennel Club (KC) erkennen die Rasse an, stufen sie aber teilweise in anderen Gruppen (z.B. "Toy Group") ein. Hierbei kann es zu leichten Unterschieden im Rassestandard kommen. Amerikanische Pomeranians sind beispielsweise oft noch etwas kleiner und haben einen tendenziell kürzeren Fang als die nach FCI-Standard gezüchteten Tiere. Wichtige Kriterien im Standard sind stets die Proportionen des Körpers, die Qualität des Fells, ein vollständiges Scherengebiss und ein flüssiges, raumgreifendes Gangwerk.
Haltung und Pflege des Zwergspitzes
Ein Pomeranian stellt zwar keine extremen Anforderungen an seine Haltung, doch sein Wohlbefinden hängt stark von der richtigen Pflege, Beschäftigung und Erziehung ab. Seine Besitzer sollten ausreichend Zeit und Engagement für ihn mitbringen.
Beschäftigung und mentale Auslastung
Der intelligente Zwergspitz möchte geistig gefordert werden. Intelligenzspielzeug, Suchspiele oder das Erlernen kleiner Tricks sind ideal, um ihn auszulasten und Langeweile vorzubeugen. Tägliche Spaziergänge sind ein Muss, wobei drei bis vier kürzere Runden oft besser sind als ein langer Marsch. Viele Poms lieben es auch, kleine Bälle zu apportieren. Bei extremen Temperaturen, besonders bei Hitze, sollte man jedoch Vorsicht walten lassen und die Aktivitäten anpassen.
Sozialisation und Erziehung
Eine frühe und gute Sozialisierung ist für den Pomeranian sehr wichtig. Er sollte von klein auf lernen, positiv mit anderen Hunden und Menschen umzugehen. Die "3-3-3-Regel" kann beim Kauf eines Zwergspitzes als Orientierung dienen: Ein Hund braucht oft 3 Tage, um sich in der neuen Umgebung zu orientieren, 3 Wochen, um Routinen zu lernen, und 3 Monate, um sich wirklich zu Hause zu fühlen. In dieser Zeit ist Geduld gefragt.
Die Erziehung muss vom ersten Tag an konsequent sein. Ein klares "Nein" und andere Grundkommandos sollten freundlich, aber bestimmt etabliert werden. Besonders das Training gegen übermäßiges Bellen ist bei dieser Rasse von großer Bedeutung. Durch klare Grenzen und Regeln verhindert man die Entwicklung des "Small-Dog-Syndroms", bei dem kleine Hunde aufgrund mangelnder Erziehung unerwünschte Verhaltensweisen entwickeln.
Fellpflege und Hygiene
Die Fellpflege ist der wohl aufwendigste Teil der Pomeranian-Haltung. Während des Fellwechsels sollte das Fell täglich gebürstet werden, um abgestorbene Unterwolle zu entfernen. Außerhalb dieser Zeit reichen drei bis vier Bürsteneinheiten pro Woche. Zudem sollten Augen, Ohren und Zähne regelmäßig kontrolliert werden. Gebadet werden muss der Zwergspitz nur, wenn er stark verschmutzt ist. Die Krallen müssen gekürzt werden, falls sie sich nicht von selbst ablaufen. Ein professioneller Hundefriseur kann beim Trimmen helfen, aber das Fell sollte niemals geschoren werden, da dies die schützende Unterwolle dauerhaft schädigen kann.
Gesundheit und Ernährung
Eine verantwortungsvolle Zucht und eine artgerechte Haltung sind die Grundpfeiler für ein langes und gesundes Leben des Pomeranians. Potenzielle Halter sollten sich über rassetypische Krankheiten und die richtige Ernährung informieren.
Lebenserwartung und Entwicklung
Die durchschnittliche Lebenserwartung des Pomeranians ist mit 12 bis 16 Jahren recht hoch. Einige Individuen werden bei guter Pflege sogar noch älter. Ein Zwergspitz gilt mit etwa 12 Monaten als ausgewachsen, wobei die Welpenphase im Vergleich zu größeren Rassen gefühlt etwas länger dauert. Ein langes Hundeleben wird durch Faktoren wie eine seriöse Zucht ohne erbliche Vorbelastungen, eine hochwertige Ernährung, regelmäßige tierärztliche Vorsorge und eine liebevolle Haltung begünstigt.
Rassetypische Krankheiten
Wie viele kleine Hunderassen neigt auch der Pomeranian zu bestimmten gesundheitlichen Problemen. Eine seriöse Zucht minimiert diese Risiken erheblich, da Zuchttiere auf Erbkrankheiten getestet werden. Zu den bekannten Zwergspitz-Krankheiten gehören:
- Patellaluxation: Eine Verlagerung der Kniescheibe, die zu Lahmheit führen kann.
- Zahnprobleme: Aufgrund des kleinen Kiefers neigen sie zu Zahnfehlstellungen und starker Zahnsteinbildung.
- Trachealkollaps: Eine Instabilität der Luftröhre, die zu Husten und Atembeschwerden führt.
- Herzerkrankungen: Bestimmte Herzerkrankungen können im Alter auftreten.
- Augenkrankheiten: Dazu zählen unter anderem der Graue Star (Katarakt) und die Progressive Retinaatrophie (PRA).
- Black Skin Disease (Alopecia X): Eine Hauterkrankung, die zu symmetrischem Haarausfall führt.
Ernährung des Pomeranians
Was frisst ein Pomeranian? Er benötigt ein qualitativ hochwertiges Futter mit einem hohen Fleischanteil, das an seine Bedürfnisse als kleiner Hund angepasst ist. Da besonders Welpen zur Unterzuckerung neigen können, sollten mehrere kleine Futterportionen über den Tag verteilt werden. Eine Kombination aus Trockenfutter, das die Zahnreinigung unterstützt, und Nassfutter, das den Flüssigkeitshaushalt fördert, ist oft ideal. Die Krokettengröße sollte dabei an den kleinen Kiefer angepasst sein. Leckerlis sollten nur in Maßen gegeben werden, da die Rasse zu Übergewicht neigt.
Besonderheiten des Pomeranians
Der Zwergspitz ist in vielerlei Hinsicht eine besondere Hunderasse. Sein für die geringe Körpergröße außergewöhnlich voluminöses Fell macht ihn unverwechselbar. Gepaart mit seinem extrem selbstbewussten Auftreten, das oft nicht zu seiner winzigen Statur zu passen scheint, ist er eine auffällige Erscheinung.
Eine weitere Besonderheit ist seine Fähigkeit, eine sehr enge und intensive Bindung zu seinen Bezugspersonen aufzubauen. Er ist mehr als nur ein Hund; er ist ein vollwertiges Familienmitglied, das am liebsten überall dabei wäre. Trotz seiner Klassifizierung als Begleithund zeigt er sich erstaunlich vielseitig und kann bei Hundesportarten wie Agility oder Dogdancing viel Freude und Talent zeigen. Nicht zuletzt macht ihn sein royaler Hintergrund in der Zuchtgeschichte zu einer Rasse mit einer ganz speziellen Vergangenheit. Was ein Pomeranian hingegen nicht mag, ist klar definiert: grobe Behandlung, Langeweile und das Gefühl, von seiner Familie ignoriert zu werden.
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Pomeranian im Vergleich zu ähnlichen Rassen
Wer sich für einen Zwergspitz interessiert, stößt oft auch auf ähnliche kleine Hunderassen. Ein Vergleich hilft dabei, die richtige Wahl zu treffen.
Unterschied zwischen Kleinspitz und Zwergspitz
Die Abgrenzung zum Kleinspitz ist recht einfach. Der Kleinspitz und der Zwergspitz sind beides Varietäten des Deutschen Spitzes. Der Hauptunterschied liegt in der Größe: Während der Zwergspitz eine Schulterhöhe von 18 bis 22 cm hat, misst der Kleinspitz 23 bis 29 cm. Ansonsten sind Wesen, Fellbeschaffenheit und Rassestandard nahezu identisch. Der Kleinspitz ist sozusagen der "große Bruder" des Pomeranians.
Abgrenzung zu Pomchi und anderen Mischlingen
Ein beliebter Zwergspitzmischling ist der Pomchi, eine Kreuzung aus Pomeranian und Chihuahua. Beim Pomchi und anderen Designer-Mischlingen variieren Charakter und Aussehen jedoch stark. Es gibt keine Rassestandards, und die Eigenschaften der Welpen sind nicht vorhersehbar. Sie können die besten Merkmale beider Elternteile erben, aber auch die gesundheitlichen Probleme oder weniger erwünschten Charakterzüge.
Vergleich mit anderen kleinen Begleithunden
Im Vergleich zu anderen kleinen Begleithunden wie dem Chihuahua, dem Malteser oder dem Yorkshire Terrier hat der Pomeranian einige Alleinstellungsmerkmale. Sein üppiges, doppeltes Fell unterscheidet ihn deutlich vom seidigen Haar des Maltesers oder Yorkies. Im Charakter ist er oft selbstbewusster und bellfreudiger als ein Malteser, aber weniger zerbrechlich als viele Chihuahuas. Seine Intelligenz und sein "Will-to-please" machen ihn zudem sehr trainierbar.
Anschaffung eines Pomeranians
Der Kauf eines Pomeranian-Welpen sollte eine wohlüberlegte Entscheidung sein. Es gibt viele Aspekte, die vor und während des Kaufs berücksichtigt werden müssen.
Wichtige Fragen vor dem Kauf
Bevor Sie sich auf die Suche nach einem Welpen machen, sollten Sie sich ehrlich einige Fragen beantworten:
- Passt ein lebhafter und potenziell bellfreudiger Hund in mein Lebensumfeld?
- Habe ich täglich genug Zeit für Fellpflege, Spaziergänge und geistige Beschäftigung?
- Kann und will ich die Kosten für Futter, Tierarzt und Versicherung über 12 bis 16 Jahre tragen?
- Sind alle Mitglieder meines Haushalts mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden?
- Habe ich eine Betreuungslösung für Urlaubszeiten oder im Krankheitsfall?
Worauf beim Kauf achten?
Wenn Sie sich für einen Pomeranian entschieden haben, ist beim Kauf höchste Vorsicht geboten. Besichtigen Sie die Welpen unbedingt vor Ort beim Verkäufer. Achten Sie darauf, dass das Muttertier anwesend, gesund und freundlich ist. Seriöse Züchter geben ihre Pomeranianwelpen nicht vor der 8. Lebenswoche ab, besser ist ein Alter von 10 bis 12 Wochen. Ein schriftlicher Kaufvertrag, ein EU-Heimtierausweis, der Nachweis über Chip und Impfungen sowie ein Gesundheitszeugnis sind selbstverständlich. Halten Sie Abstand von unseriösen Angeboten für "Teacup"-Welpen, die oft überteuert und krank sind.
Was kostet ein Pomeranian?
Der Preis für einen Pomeranian-Welpen von einem seriösen Züchter liegt meist zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Welpen aus dem Tierschutz sind mit einer Schutzgebühr von etwa 200 bis 400 Euro deutlich günstiger. Zu diesen einmaligen Anschaffungskosten kommen noch die Kosten für die Erstausstattung (ca. 200-300 Euro) und die laufenden monatlichen Kosten von etwa 50 bis 100 Euro hinzu. Der Preis allein sollte niemals das ausschlaggebende Kriterium sein.
Wo kann man Pomeranian-Welpen kaufen?
Es gibt verschiedene Wege, einen Pomeranian zu finden. Der Kauf bei einem eingetragenen Pomeranianzüchter, der einem Zuchtverband angehört, bietet die größte Sicherheit in Bezug auf Gesundheit und Sozialisierung der Welpen. Auch Privatpersonen bieten manchmal Welpen aus einem ungeplanten Wurf an, hier ist jedoch besondere Vorsicht geboten. Eine wundervolle Alternative ist die Adoption eines Zwergspitzes aus dem Tierheim. Auch reinrassige Hunde wie der Zwergspitz suchen dort immer wieder ein neues Zuhause.
Snautz als Online-Plattform bietet Ihnen den Vorteil, Angebote aus allen diesen Quellen an einem Ort zu finden. Hier können Sie gezielt nach Pomeranian-Welpen in Ihrer Nähe suchen und Anzeigen von Züchtern, Privatpersonen und Tierschutzorganisationen vergleichen. So finden Sie den Weg zu Ihrem neuen Familienmitglied auf eine sichere und transparente Weise.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet ein Pomeranian?
Ein Pomeranian-Welpe von einem seriösen Züchter kostet zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Der Preis hängt von der Abstammung und dem Ruf des Züchters ab. Hinzu kommen laufende Kosten für Futter, Versicherung und Tierarzt von etwa 600 bis 1.200 Euro pro Jahr. Hunde aus dem Tierschutz sind gegen eine Schutzgebühr erhältlich.
Ist der Pomeranian ein Kläffer?
Pomeranians haben eine rassebedingte Neigung zum Bellen, ein Erbe ihrer Vergangenheit als Wachhunde. Mit konsequenter Erziehung und guter Auslastung lässt sich dieses Verhalten jedoch sehr gut kontrollieren. Ohne Training können sie tatsächlich zu Kläffern werden, die auf jeden Reiz reagieren. Frühes Anti-Bell-Training ist daher sehr zu empfehlen.
Sind Pomeranians gut für Anfänger?
Ja, Zwergspitze können für engagierte Anfänger geeignet sein. Wichtig ist, dass man sich ihrer niedlichen Erscheinung nicht unterwirft und von Anfang an konsequent erzieht. Der Besuch einer Hundeschule ist für Ersthundebesitzer sehr ratsam. Auch der nicht zu unterschätzende Pflegeaufwand für das Fell sollte bedacht werden.
Was ist der Unterschied zwischen einem Zwergspitz und einem Pomeranian?
Es handelt sich um die gleiche Hunderasse. "Zwergspitz" ist die offizielle deutsche Bezeichnung für die kleinste Varietät des Deutschen Spitzes gemäß FCI-Standard. "Pomeranian" ist der international gebräuchliche Name, der auf die Herkunftsregion Pommern verweist. Im täglichen Sprachgebrauch werden beide Begriffe synonym verwendet und bezeichnen denselben Hund.
Wie viele Jahre lebt ein Pomeranian?
Der Pomeranian hat eine hohe Lebenserwartung von durchschnittlich 12 bis 16 Jahren. Bei sehr guter Gesundheit, optimaler Ernährung und liebevoller Pflege können einige dieser kleinen Hunde sogar 18 Jahre oder älter werden. Eine seriöse Zucht, die Erbkrankheiten minimiert, ist ein wichtiger Grundstein für ein langes, gesundes Hundeleben.









