American Bully: Herkunft, Charakter und Haltung
Inhaltsverzeichnis
- Herkunft und Geschichte des American Bully
- Größenvarianten des American Bully
- Größe, Gewicht und Erscheinungsbild
- Charakter und Wesen des American Bully
- Rassestandard und Anerkennung
- Rechtliche Situation in Deutschland
- Haltung und Pflege
- Gesundheit und Ernährung
- Anschaffung eines American Bully
- Häufig gestellte Fragen
Der American Bully vereint imposante Muskulatur mit sanftem Gemüt: Diese in den USA entstandene Rasse wurde gezielt als freundlicher Familienhund gezüchtet und überrascht durch ihr ausgeglichenes Wesen trotz kraftvoller Erscheinung.
Herkunft und Geschichte des American Bully
Die Entstehungsgeschichte des American Bully ist vergleichsweise jung und begann in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren in den Vereinigten Staaten. Ambitionierte Züchter verfolgten die Vision, einen ultimativen Familienbegleithund zu schaffen. Dabei sollte die beeindruckende Optik von Bully-Rassen erhalten bleiben, während das Wesen sanfter und toleranter gestaltet werden sollte. Anders als seine Vorfahren war der American Bully nie für den Kampf oder als reiner Arbeitshund vorgesehen.
Als genetische Basis dienten vor allem der American Staffordshire Terrier und der American Pit Bull Terrier. Um spezifische körperliche Merkmale wie den massiveren Körperbau und den breiteren Kopf zu festigen, wurden vermutlich weitere Rassen wie die American Bulldog, die Englische Bulldogge und der Olde English Bulldogge eingekreuzt. Das Resultat war eine Hunderasse, die zwar optisch Respekt einflößt, charakterlich jedoch als stabil, loyal und menschenbezogen gilt.
Während der American Pitbull eher athletisch und drahtig wirkt, entwickelte sich der American Bully hin zu einem kompakteren, schwereren Typus. Die Anerkennung durch Zuchtverbände wie den American Bully Kennel Club (ABKC) im Jahr 2004 und später den United Kennel Club (UKC) festigte den Status der Rasse. In Deutschland und Europa erlangte der American Bully insbesondere seit den 2000er Jahren wachsende Bekanntheit, wobei er oft mit ähnlichen Rassen verwechselt wird.
Größenvarianten des American Bully
Eine Besonderheit dieser Rasse ist die Unterteilung in verschiedene Größenklassen, die vom ABKC definiert wurden. Dies ermöglicht es Interessenten, einen Hund zu finden, der zu ihren räumlichen Möglichkeiten passt.
- Standard: Dies ist der ursprüngliche Typus. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 43 bis 51 cm, Hündinnen sind etwas kleiner. Der Körperbau ist muskulös und massiv, wirkt aber dennoch harmonisch.
- Classic: Diese Hunde haben dieselbe Widerristhöhe wie der Standard Bully, zeichnen sich jedoch durch einen leichteren Körperbau aus. Sie besitzen weniger Muskelmasse und ähneln optisch stärker dem American Staffordshire Terrier.
- Pocket: Der American Bully Pocket ist die kompakte Version mit einer Widerristhöhe von unter 43 cm bei Rüden. Trotz der geringeren Höhe sind diese Hunde massiv und schwer; sie sind keine "Miniaturhunde" im klassischen Sinne.
- XL: Ein American Bully XL übersteigt die Maße des Standards (Rüden über 51 cm). Diese Hunde sind imposant und kräftig, sollen aber laut Standard nicht übermäßig hochbeinig wirken.
Neben diesen offiziellen Kategorien kursieren Begriffe wie XXL Bully, Micro oder Extreme Pocket. Diese Bezeichnungen sind oft inoffiziell oder beschreiben Zuchtformen, die teilweise kritisch gesehen werden, da extreme Merkmale (wie extrem breite Brust oder sehr kurze Beine) die Gesundheit beeinträchtigen können.
Größe, Gewicht und Erscheinungsbild
Der American Bully ist ein Athlet, dessen Physis Kraft und Beweglichkeit ausstrahlen soll. Die Widerristhöhe variiert je nach Kategorie erheblich zwischen ca. 33 cm und 58 cm. Ebenso breit gefächert ist das Gewicht, das von etwa 20 kg bei kleinen Hündinnen bis zu über 60 kg bei einem massiven American Bully XXL reichen kann.
Allen Varianten gemein ist der kompakte Körperbau mit einer tiefen, breiten Brust und gut gewölbten Rippen. Der Kopf ist schwer und blockartig, mit ausgeprägten Wangenmuskeln und einem kräftigen Unterkiefer. Die Schnauze ist kurz bis mittellang, sollte aber die Atmung nicht behindern. Im Vergleich zum massigen Rumpf wirken die Beine oft eher kurz, was den tiefen Schwerpunkt unterstreicht.
Der Geschlechtsdimorphismus ist bei dieser Rasse deutlich erkennbar. Rüden sind in der Regel massiger, haben breitere Köpfe und mehr Muskeldefinition als die oftmals etwas feiner gebauten American-Bully-Weibchen.
Fellbeschaffenheit und Fellpflege
Das Fell des American Bully ist kurz, dicht und fühlt sich bei Berührung eher steif an. Es liegt glatt am Körper an und besitzt einen gesunden Glanz. Da die Rasse keine Unterwolle besitzt, ist sie recht hitzeempfindlich, aber dafür sehr pflegeleicht im Haus.
Der Arbeitsaufwand für die Pflege hält sich in Grenzen. Einmal wöchentliches Bürsten mit einem Gummistriegel oder einer weichen Bürste genügt meist, um lose Haare zu entfernen und den Glanz zu erhalten. Aufwändiges Trimming oder der Besuch beim Hundefriseur sind nicht notwendig.
Farben und Farbvarianten
Die Farbpalette ist riesig und trägt zur Attraktivität der Rasse bei. Vom Zuchtstandard sind fast alle Farben und Muster erlaubt. Besonders populär ist die Blue Line, bei dem das Fell in einem blaugrauen Ton schimmert. Auch Schwarz, Weiß, Fawn (Rehbraun) und Chocolate sind häufig anzutreffen. Ein American Bully Tri Color weist drei Farben auf, meist eine Grundfarbe kombiniert mit Weiß und Tan-Abzeichen (braun). Der Merle-Bully zeigt ein geschecktes Muster. Diese Färbung ist umstritten, da das Merle-Gen mit gesundheitlichen Risiken (Taubheit, Augenprobleme) verbunden sein kann, wenn es falsch verpaart wird. Seltene Bezeichnungen wie "Champagne" oder "Ghost" beschreiben oft nur Nuancen der gängigen Farben. Wichtig ist, dass die Farbe nie das einzige Kaufkriterium sein sollte.
Unterscheidung verschiedener Zuchtlinien
Innerhalb der Rasse gibt es verschiedene Strömungen. Züchter von Show-Linien legen Wert auf ein beeindruckendes, massiges Äußeres passend zum ABKC-Standard. Andere orientieren sich eher an sportlicheren Typen, die agiler sind. Begriffe wie "Gottiline" oder "Razor's Edge" bezeichnen berühmte American-Bully-Blutlinien, die maßgeblich das heutige Aussehen geprägt haben. Gerade bei "Brachial Bullys" oder American-Bully-Exotic-Züchtungen sollte man jedoch genau auf die Gesundheit achten, da hier oft extreme Körpermerkmale forciert werden.
Charakter und Wesen des American Bully
Trotz seines muskulösen Erscheinungsbildes ist der Charakter des American Bullys bemerkenswert sanft. Züchter haben über Generationen hinweg Aggressivität selektiert, um einen idealen Begleiter zu schaffen. Das Resultat ist ein Hund, der sich oft durch eine hohe Reizschwelle und Gelassenheit auszeichnet.
Der American Bully ist extrem menschenbezogen und baut eine tiefe Bindung zu seiner Familie auf. Er liebt Körperkontakt und wird oft scherzhaft als "Schoßhund im Bodybuilder-Kostüm" bezeichnet. Seine Loyalität macht ihn zu einem aufmerksamen Wächter, ohne dass er dabei übertriebene Schärfe zeigt. Er interessiert sich oft für Besucher, bleibt dabei aber meist freundlich, sobald sein Besitzer signalisiert, dass alles in Ordnung ist.
Im Umgang mit Kindern zeigen sich viele American Bullys geduldig und tolerant. Dennoch sollten Interaktionen zwischen Hund und Kind immer beaufsichtigt werden. Mit anderen Hunden sind sie bei guter Sozialisierung in der Regel verträglich, wobei die Sympathie wie bei jedem Hund individuell ist.
Haltungsbedingungen und Aktivitätsniveau
Ein American Bully stellt moderate Ansprüche an seine Umgebung. Er kann sowohl in einem Haus mit Garten als auch in einer geräumigen Wohnung gehalten werden, sofern für genügend Auslauf gesorgt ist. Da der American Bully sehr an seinen Menschen hängt, ist eine Zwingerhaltung absolut ungeeignet.
Das Aktivitätsniveau ist meist mittlerer Natur. Tägliche, ausgedehnte Spaziergänge sind Pflicht, um das Gewicht zu regulieren und die Muskulatur zu erhalten. Allerdings ist der American Bully kein Marathonläufer. Gerade bei warmem Wetter muss man Rücksicht nehmen, da die kurze Schnauze die Hitzetoleranz einschränkt. Spiele wie Apportieren oder leichte Zerrspiele machen ihm großen Spaß.
Eignung als Anfängerhund
Oft wird gefragt: "Ist ein American Bully ein Anfängerhund?" Die Antwort ist ein vorsichtiges Ja, sofern der Anfänger bereit ist, sich intensiv mit der Erziehung auseinanderzusetzen. Der Wille zu gefallen ("Will to Please") ist vorhanden, doch die körperliche Kraft des Hundes erfordert, dass der Halter ihm auch physisch und mental gewachsen ist.
Anfänger sollten unbedingt eine Hundeschule besuchen. Zudem muss man sich der rechtlichen Hürden bewusst sein. Ein Anfänger, der in einem Bundesland lebt, wo der Hund als gefährlich gilt, muss oft schwierige Wesenstests absolvieren, was eine zusätzliche Belastung darstellt.
Einsatzbereiche und Eignung
Der American Bully ist primär ein Familien- und Begleithund. Aufgrund seines stabilen Wesens eignet er sich bei entsprechender Ausbildung auch als Therapiehund. Für den Schutzdienst ist er meist zu menschenfreundlich, und für die Jagd fehlt ihm durch seinen Körperbau die nötige Ausdauer und Wendigkeit.
Hundesportarten wie Rally Obedience oder Longieren können ihm Freude bereiten, solange keine extremen Sprünge oder Dauerläufe gefordert sind. Er ist der ideale Begleiter für entspannte Menschen, die einen präsenten, aber ruhigen Partner an ihrer Seite wissen wollen.
Rassestandard und Anerkennung
Eine wichtige Information für Käufer: Der American Bully ist nicht von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) und somit in Deutschland auch nicht vom VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) anerkannt. Dies bedeutet, dass es keine VDH-Papiere für diese Hunde gibt.
Die Anerkennung erfolgt stattdessen durch amerikanische Verbände wie den ABKC oder den UKC. Der ABKC hat den Standard definiert, der die vier Größenklassen festlegt. Das Fehlen der FCI-Anerkennung führt dazu, dass Züchter in Europa auf alternative Vereine ausweichen müssen, um Ahnentafeln auszustellen. Dies macht die Überprüfung der Seriosität für Laien manchmal kompliziert.
Rechtliche Situation in Deutschland
Die Frage, ob ein American Bully in Deutschland erlaubt ist, lässt sich nicht pauschal beantworten, da Hundegesetze Ländersache sind. Die rechtliche Einordnung ist komplex und für Halter von großer Bedeutung.
Der American Bully steht nicht offiziell als eigenständige Rasse auf den deutschen Rasselisten, da er rechtlich häufig als sogenannte Hybrid- oder Designerrasse eingeordnet wird und keine einheitliche behördliche Anerkennung besteht. Allerdings stammen seine Ahnen unter anderem vom American Pit Bull Terrier und American Staffordshire Terrier ab – Rassen, die in vielen Bundesländern als gefährliche Hunde gelistet sind. Diese Abstammung kann dazu führen, dass Behörden den American Bully je nach Erscheinungsbild (Phänotyp) oder vermuteter genetischer Nähe als Listenhund oder als Mischling gelisteter Rassen einstufen.
In einigen Bundesländern, darunter auch Bayern, gelten besonders strenge Regelungen. Zwar ist der American Bully dort nicht ausdrücklich als Rasse gelistet, jedoch haben deutsche Verwaltungsgerichte mehrfach bestätigt, dass ein American Bully – einschließlich des Typs XL – als gefährlicher Hund eingestuft werden kann, wenn er phänotypisch einem Pitbull-Typ entspricht. So bestätigte unter anderem das Verwaltungsgericht Trier im Jahr 2024 in mehreren Eilrechtsschutzverfahren, dass ein American Bully im Sinne der jeweiligen Landeshundegesetze als gefährlicher Hund gelten kann, da er typologisch von gelisteten Rassen abstammt. Eine solche Einstufung kann in einzelnen Bundesländern zu einem faktischen Haltungsverbot führen.
In anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg erfolgt meist eine Einzelfallprüfung, bei der unter anderem geprüft wird, ob der Hund als Mischling gelisteter Rassen (z. B. American Staffordshire Terrier) anzusehen ist.
Oftmals müssen Halter einen Sachkundenachweis erbringen, ein einwandfreies Führungszeugnis vorlegen und mit dem Hund einen Wesenstest absolvieren, um Leinen- und Maulkorbzwang zu umgehen. Auch die Hundesteuer kann je nach Einstufung deutlich höher ausfallen. Interessenten sollten daher vor dem Kauf oder der Übernahme zwingend das zuständige örtliche Ordnungsamt kontaktieren, da die behördliche Bewertung stark von Bundesland zu Bundesland und vom individuellen Hund abhängen kann.
Haltung und Pflege
Um das Zusammenleben harmonisch zu gestalten, benötigt der American Bully Struktur. Er ist ein Hund, der Führung sucht. Klare Regeln, die vom ersten Tag an gelten, geben ihm Sicherheit. Tägliche Bewegung von 1 bis 2 Stunden, verteilt auf mehrere Spaziergänge, hält ihn fit und ausgeglichen.
Neben der physischen Auslastung ist Kopfarbeit wichtig. Suchspiele im Garten oder das Erlernen von Tricks lasten ihn geistig aus und stärken die Bindung. Da die Rasse sehr verfressen sein kann (Futterneid vermeiden), bieten sich Futterbeutel-Spiele gut an.
Sozialisierung und Erziehung
Die Sozialisierung beginnt idealerweise schon beim Züchter und muss im neuen Zuhause nahtlos fortgeführt werden. Ein American-Bully-Welpe sollte positive Erfahrungen mit verschiedenen Menschen, Untergründen, Geräuschen und anderen Tieren machen.
In der Erziehung ist positive Verstärkung der Schlüssel zum Erfolg. Härte oder Gewalt sind absolut tabu und führen bei diesen sensiblen Hunden zu Vertrauensverlust. Aufgrund ihrer Kraft ist Leinenführigkeit ein essenzielles Lernziel. Es macht wenig Spaß, wenn 40 kg Muskelmasse an der Leine ziehen. Konsistenz ist hierbei das Zauberwort: Was heute nicht erlaubt ist, darf auch morgen nicht erlaubt sein.
Gesundheit und Ernährung
Die Lebenserwartung eines American Bully liegt bei etwa 10 bis 12 Jahren, was für Hunde seiner Gewichtsklasse durchschnittlich ist. Kleinere Varianten werden tendenziell oft etwas älter als sehr schwere XXL-Hunde.
Bei der Ernährung sollte auf hochwertiges Futter geachtet werden, das den Muskelaufbau unterstützt, aber nicht zu energiereich ist, um schnelles Wachstum zu vermeiden. Übergewicht ist Gift für die Gelenke des American Bully. Eine regelmäßige Gewichtskontrolle ist daher unerlässlich. Ob Trockenfutter, Nassfutter oder Barf (Rohfütterung) gewählt wird, hängt von den Vorlieben des Hundes und den Möglichkeiten des Halters ab.
Typische Gesundheitsprobleme
Wie viele Modehunderassen hat auch der American Bully mit rassespezifischen Problemen zu kämpfen. Dazu gehören:
- Hüftdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED): Aufgrund der schweren Statur und des schnellen Wachstums.
- Brachyzephales Syndrom: Bei Hunden mit sehr kurzer Schnauze kann die Atmung eingeschränkt sein (Schnarchen, geringere Belastbarkeit).
- Hautprobleme: Allergien und Demodikose treten gelegentlich auf.
- Herzerkrankungen: Regelmäßige Untersuchungen sind ratsam.
Käufer sollten Züchter bevorzugen, die ihre Elterntiere auf HD, ED und Herzgesundheit testen lassen und die Ergebnisse offenlegen.
Vorsorgemaßnahmen
Regelmäßige Tierarztbesuche zur Impfung und zum Check-up sind Pflicht. Da American Bullys eine hohe Schmerztoleranz haben, zeigen sie Krankheiten oft erst spät an. Halter sollten ihren Hund daher gut beobachten. Auch die Zahnpflege sollte nicht vernachlässigt werden, da Zahnstein bei kurzen Schnauzen durch Fehlstellungen der Zähne begünstigt werden kann.
Allergikerfreundlichkeit
Obwohl der Bully kurzes Fell hat, ist er nicht hypoallergen. Er verliert Haare und produziert Hautschuppen sowie Speichel, was bei Allergikern Reaktionen auslösen kann. Menschen mit Hundehaarallergie sollten vor dem Kauf direkten Kontakt suchen und testen, ob sie auf die Rasse reagieren.
Anschaffung eines American Bully
Die Entscheidung für den Kauf eines American Bully sollte wohlüberlegt sein. Es ist eine Verpflichtung für ein ganzes Hundeleben.
Wichtige Fragen vor dem Kauf
- Erlaubt mein Mietvertrag die Haltung eines solchen Hundes (Listenhund-Problematik beachten)?
- Habe ich die finanziellen Mittel für einen American-Bully-Welpen (sowie für Folgekosten)?
- Bin ich bereit, die Auflagen meines Bundeslandes zu erfüllen (Wesenstest, hohe Steuer)?
- Passt der Hund in meinen Alltag und habe ich Zeit für seine Erziehung?
- Welche Größe (Pocket, Standard, XL) passt zu meinem Wohnraum?
Was ist beim Kauf zu beachten?
Schauen Sie sich die Elterntiere und die Zuchtstätte persönlich an. Ein seriöser American-Bully-Züchter wird Ihnen Gesundheitsnachweise zeigen (HD/ED-Röntgen) und Fragen zu Ihrer Lebenssituation stellen. American-Bully-Welpen sollten nicht vor der 8. Lebenswoche abgegeben werden, idealerweise erst mit 10 bis 12 Wochen, um eine gute Sozialisierung zu gewährleisten.
Hände weg von "Kofferraum-Verkäufen" oder dubiosen Angeboten aus dem Ausland. Oft werden hier Welpen unter schlechten Bedingungen produziert, was später zu hohen Tierarztkosten und Verhaltensproblemen führen kann.
Wo kann man einen American Bully kaufen?
Neben spezialisierten Züchtern ist auch der Tierschutz eine Option. Manchmal landen "Scheidungswaisen" oder American Bullys oder American-Bully-Mischlinge aus Beschlagnahmungen im Tierheim.
Snautz als Online-Plattform bietet Ihnen die Möglichkeit, seriöse Anzeigen von Züchtern und Privatpersonen zu vergleichen. Hier finden Sie detaillierte Inserate mit Fotos und Beschreibungen, die Ihnen helfen, Ihren Traumhund zu finden – egal ob Pocket Bully, Standard oder XL. Achten Sie auf vollständige Angaben und nehmen Sie immer persönlichen Kontakt auf.
Was kostet ein American Bully?
Die American-Bully-Preise variieren stark. Ein seriös gezüchteter Welpe kostet in der Regel zwischen 1.500 Euro und 3.000 Euro. Für besondere Farben oder Linien (z.B. American Bully XXL) können auch Summen von 5.000 Euro und mehr aufgerufen werden.
American Bullys aus dem Tierschutz können ebenfalls eine Option sein. Wer einen American Bully aus dem Tierheim holt, zahlt eine sogenannte Schutzgebühr. Diese liegt in der Regel zwischen 250 und 450 Euro. Darin enthalten sind bereits die Kosten für Impfungen, den Mikrochip, Entwurmungen und oft auch die Kastration.
Angebote wie "American Bully zu verschenken" oder weit unter 1.000 Euro sollten skeptisch machen. Qualität, Gesundheitsvorsorge und gutes Futter haben ihren Preis. Bedenken Sie auch die laufenden Kosten für Steuer, Versicherung und Futter, die bei einem schweren Hund höher ausfallen.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein American Bully in Deutschland erlaubt?
Die Haltung ist grundsätzlich erlaubt, unterliegt aber je nach Bundesland strengen Auflagen. In Bayern wird beispielsweise der American Bully XL oft als Kategorie-1-Kampfhund eingestuft, was die Haltung de facto fast unmöglich macht. In anderen Bundesländern können Wesenstests, Leinenpflicht und erhöhte Steuern anfallen. Eine Prüfung der lokalen Gesetze ist zwingend erforderlich.
Ist ein American Bully ein Anfängerhund?
Ja, der American Bully kann ein Anfängerhund sein, wenn der Halter sich gut informiert und engagiert ist. Sein "Will to Please" erleichtert die Erziehung. Allerdings erfordert seine pure Kraft und die rechtliche Situation in Deutschland eine selbstbewusste Führung und idealerweise die Unterstützung durch professionelle Hundetrainer von Anfang an.
Was ist der Unterschied zwischen American Bully und American Bulldog?
Der American Bully ist kompakter, breiter und wirkt massiver bei oft geringerer Körperhöhe im Vergleich zur American Bulldog. Die Bulldogge ist hochbeiniger, ursprünglicher im Arbeitstyp und hat eine längere Schnauze. Charakterlich ist der Bully meist etwas ruhiger und gezielter als reiner Familienbegleithund gezüchtet worden als die oft temperamentvollere Bulldogge.
Ist ein American Bully ein Kampfhund?
Nein, der American Bully wurde explizit als Familienhund gezüchtet, wobei Aggression als Ausschlusskriterium galt. Dennoch wird er aufgrund seiner Vorfahren (Pitbull, AmStaff) und seiner Optik in vielen deutschen Gesetzen und Verordnungen wie ein Listenhund behandelt. Sein Wesen entspricht jedoch meist dem eines freundlichen Begleithundes.



