American-Bully-Züchter in Deutschland spezialisieren sich zunehmend auf verschiedene Größenvarianten und Farbschläge. Die Nachfrage nach gut sozialisierten Welpen aus professioneller Aufzucht steigt kontinuierlich, wobei Gesundheitstests und Transparenz an Bedeutung gewinnen.
Der American Bully ist eine vergleichsweise junge Hunderasse, deren Ursprung in den 1990er Jahren in den USA liegt. Ziel der Zucht war es, einen idealen Familien- und Begleithund zu schaffen, der zwar optisch an seine Vorfahren erinnert, aber wesensmäßig deutlich sanfter ist. Entstanden ist die Rasse primär aus der Kreuzung von American Pit Bull Terrier und American Staffordshire Terrier, wobei auch diverse Bulldoggen-Arten eingekreuzt wurden.
In Deutschland werden für diese Rasse oft die Abkürzungen AB oder einfach Bully verwendet. Anders als seine Vorfahren ist der American Bully kein Arbeitshund, sondern explizit für das Leben als Gefährte des Menschen konzipiert. Sein Wesen gilt als ausgeglichen, überaus menschenfreundlich und kinderlieb. Dennoch benötigt er eine konsequente Erziehung und Familienanschluss. Das besondere Markenzeichen ist sein kompakter, muskulöser Körperbau, der in einem charmanten Kontrast zu seinem freundlichen Temperament steht.
Die Rasse wird in vier offizielle Größenklassen unterteilt, die sich hauptsächlich in der Widerristhöhe unterscheiden:
American-Bully-Welpen gibt es in einer riesigen Vielfalt an Farben, was die Rasse optisch sehr abwechslungsreich gestaltet. Häufige Grundfarben sind Schwarz, Blau (Grau), Fawn und Weiß. Besonders beliebt bei Liebhabern sind Kombinationen wie Blue Tricolor, Black Tri oder die Farbe Champagne.
Darüber hinaus existieren spezielle Farbschläge wie Merle, Lilac oder Chocolate. Auch bei den Mustern gibt es kaum Grenzen: Von Brindle (gestromt) über Piebald (gescheckt) bis hin zu Tuxedo ist alles möglich. Sogenannte Exotic-Varianten werben oft mit besonders seltenen Farbgenen, wobei die Gesundheit hier immer Vorrang vor der Optik haben sollte.
In unserem American-Bully-Rasseporträt erfahren Sie mehr über diese Hunderasse.
Wer einen American Bully kaufen möchte, sollte größten Wert auf die Seriosität der Zuchtstätte legen. Ein verantwortungsvoller Züchter beginnt bereits ab der dritten Lebenswoche mit einer professionellen Sozialisierung der Welpen. Dazu gehört das Gewöhnen an verschiedene Umweltreize, Geräusche sowie der Kontakt zu unterschiedlichen Menschen. Zudem wachsen die Hunde idealerweise im Familienverband auf und lernen schon früh Kinder oder andere Tiere kennen, was für die spätere Wesensfestigkeit entscheidend ist.
Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Transparenz. Gute American-Bully-Züchter bieten mehrfache Besuchsmöglichkeiten vor dem Kauf an, damit Interessenten die Welpen und vor allem die Elterntiere kennenlernen können. Bei der Abgabe sind die Tiere geimpft, mehrfach entwurmt und gechippt. Besonders wichtig sind gesundheitliche Nachweise: Seriöse Züchter legen OFA-Zertifikate für Hüft- und Ellbogenuntersuchungen sowie Ergebnisse von DNA-Screenings (z. B. EMBARK) und Herzuntersuchungen vor.
Ferner erhalten Käufer eine ausführliche Beratung zu Haltung, Fütterung und Erziehung. Ein professioneller Internetauftritt, etwa eine Zuchtvorstellung bei Snautz, unterstreicht die Ernsthaftigkeit. Im Gegensatz zu einem reinen Privatkauf ohne Papiere bietet ein Züchter Gesundheitsgarantien, einen Stammbaum und oft eine lebenslange Beratung. Auch wenn Tierheime eine Option sind, bietet der Züchter den Vorteil der bekannten Herkunft und gezielten Prägung auf Rassemerkmale. Zudem sind seriöse Anbieter meist Mitglied in einem Zuchtverein wie dem ABKC oder EBKC und verfügen über den Sachkundenachweis nach § 11 Tierschutzgesetz.
Um Spreu vom Weizen zu trennen, können Interessenten auf folgende Punkte achten:
Das Züchterverzeichnis bei Snautz bietet regionale Filteroptionen, die die Suche erheblich erleichtern. Interessenten können gezielt nach Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen filtern und so Züchter in erreichbarer Entfernung finden. Diese regionale Nähe erleichtert mehrfache Besuche vor der Entscheidung.
Der direkte Kontakt zu Züchtern lässt sich bequem über die Plattform (Chat) herstellen. Dabei empfiehlt es sich, konkrete Fragen zu Sozialisierung, Gesundheitstests und Zuchtzielen zu stellen. Die regelmäßige Aktualisierung der Züchteranzeigen zeigt aktive Züchter an, die möglicherweise zeitnah Welpen erwarten oder kürzlich einen Wurf hatten.
Sowohl für Züchter als auch für Halter spielen Verbände eine wichtige Rolle bei der Standardisierung und Anerkennung der Rasse. Der American Bully Kennel Club (ABKC) ist der weltweit größte Verband und maßgeblich für den Rassestandard verantwortlich. In Europa fungiert der European Bully Kennel Club (EBKC) als wichtiger Dachverband.
Weitere Organisationen wie die International Bully Coalition (IBC) oder der United Kennel Club (UKC) kümmern sich ebenfalls um die Registrierung von Stammlinien. In Deutschland gibt es zudem lokale Bully Breed Clubs. Diese Vereine erstellen Stammbäume, organisieren Shows und Ausstellungen und bilden Richter aus. Ihre Zuchtordnungen schreiben Gesundheitsstandards und Wesenstests vor. Für Züchter bieten sie essenzielle Networking-Möglichkeiten zum Austausch über Blutlinien.
Züchter haben die Möglichkeit, ihre Zuchtstätte professionell im Verzeichnis bei Snautz zu präsentieren. Eine kostenlose Züchteranzeige erlaubt es, die eigene Philosophie, die Zuchtziele und die Vereinszugehörigkeit darzustellen. Bilder der Zuchthunde, Informationen zu Stammbäumen und bisherigen Erfolgen schaffen Vertrauen bei potenziellen Käufern.
Dabei können auch Schwerpunkte wie American-Bully-XL-Züchter oder bestimmte Farben hervorgehoben werden. Wer seine Sichtbarkeit weiter erhöhen möchte, kann preiswerte Zusatzoptionen wie eine Top-Anzeige nutzen. Eine regelmäßige Aktualisierung des Datums (Hochsetzen) sorgt für eine frische Erscheinung. Über die Nachrichtenfunktion lassen sich Anfragen von Interessenten zeitnah beantworten und Besichtigungstermine direkt vereinbaren.
Die rechtliche Einordnung des American Bully ist in Deutschland nicht einheitlich. Da die Rasse noch jung ist und aus Listenhunden wie dem American Pitbull oder Staffordshire Terrier entstand, schauen Behörden oft genau hin. In einigen Bundesländern kann die Haltung genehmigungspflichtig sein oder einen Sachkundenachweis erfordern.
Halter sollten unbedingt eine Haftpflichtversicherung abschließen, die diese Rasse explizit einschließt. Je nach Region gelten zudem Leinen- und Maulkorbpflicht, bis ein Wesenstest (Negativzeugnis) bestanden wurde. Wer einen American Bully aus dem Ausland importiert, muss strenge Einfuhrbestimmungen beachten. Es ist ratsam, sich vor dem Kauf beim lokalen Ordnungsamt über den aktuellen Status zu informieren, da die Größenvarianten rechtlich meist gleich behandelt werden.
Qualität hat ihren Preis, und das gilt auch für American-Bully-Welpen. Die Preise variieren stark je nach Kategorie (Standard, Pocket, XL), Farbe und Abstammung. Ein Hund aus der Klasse Standard oder Classic liegt meist im mittleren Preissegment. Für einen Pocket Bully oder einen American-Bully-XL-Welpen aus renommierten Blutlinien werden oft höhere Summen aufgerufen.
Besonders tief in die Tasche greifen muss man oft für seltene Farben oder Hunde mit Show-Potenzial. Hinzu kommen Kosten für die Erstausstattung, hochwertiges Futter, Tierarztbesuche und die Hundesteuer sowie Versicherung. Ein seriöser Züchter kommuniziert seine Preise offen. Angebote weit unter dem Durchschnitt sollten skeptisch machen, da hier oft an der Gesundheitsvorsorge gespart wurde.
Dies hängt stark vom jeweiligen Bundesland ab. Da der American Bully aus Kreuzungen mit Listenhunden entstand, wird er mancherorts als solcher eingestuft oder als Phänotyp eines Listenhundes betrachtet. In Bayern oder NRW gelten beispielsweise unterschiedliche Regelungen als in Niedersachsen. Eine Anfrage beim zuständigen Ordnungsamt vor dem Kauf schafft Klarheit.
Die Preise beginnen meist im vierstelligen Bereich und können je nach Blutlinie, Farbe (z. B. Lilac Tri) und Körperbau (Pocket oder XL) deutlich variieren. American Bully Züchter, die umfassende Gesundheitstests durchführen, verlangen berechtigterweise mehr als Vermehrer. Hinzu kommen laufende Unterhaltskosten, die bei der Budgetplanung nicht vergessen werden dürfen.
Nutzen Sie Plattformen wie Snautz und filtern Sie gezielt nach Ihrer Region. Achten Sie auf vollständige Papiere (ABKC-Ahnentafel), Gesundheitsauswertungen der Elterntiere und eine transparente Aufzucht. Ein persönlicher Besuch, bei dem Sie die Mutterhündin sehen und alle Fragen stellen können, ist das wichtigste Kriterium für Seriosität.
Das hängt von Ihrer Wohnsituation und Ihrem Lebensstil ab. Ein American Bully Pocket passt eher in eine Wohnung als ein massiver XL Bully, der mehr Raum beansprucht. Charakterlich sind alle Varianten freundlich und menschenbezogen. Bedenken Sie auch, dass größere Hunde höhere Futterkosten verursachen und körperlich schwerer zu handhaben sind.
Der American Bully wurde aus dem Pitbull entwickelt, ist aber eine eigenständige Rasse. Züchterisch wurde der Fokus komplett weg vom Kampftrieb hin zu Eigenschaften als Familienhund gelegt. Der Bully ist in der Regel massiver, breiter und besitzt einen noch ruhigeren Charakter als der eher drahtige und triebstarke American Pit Bull Terrier.

