Oft landen sogenannte Listenhunde, wie der American Bully, aufgrund veränderter Lebensumstände oder Überforderung der Halter im Tierheim. Dabei sind diese Hunde oft bereits gut erzogen, leinenführig und warten nur darauf, ihre Loyalität einer neuen Familie zu beweisen.
Hinter den Gittern zahlreicher Tierheime warten viele Hunde sehnsüchtig auf einen Neuanfang. Besonders American Bullys und deren Mischlinge haben es oft schwer, Interessenten zu finden, da sie leider immer noch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen haben. Dabei verbirgt sich hinter dem muskulösen Körperbau und dem imposanten Kopf oft ein weiches Herz und ein ausgesprochen familienfreundliches Wesen. Diese Hunde sehnen sich nach menschlicher Nähe, Stabilität und einer fairen Führung.
Die Entscheidung für einen Hund aus dem Tierschutz bietet zudem handfeste Vorteile. Im Gegensatz zu einem Überraschungspaket im Welpenalter ist der Charakter eines erwachsenen Hundes bereits gefestigt und bekannt. Zudem ist die Schutzgebühr deutlich günstiger als der Kaufpreis bei einem Züchter. Snautz fungiert hierbei als zentrale Plattform, die Tierheime, spezialisierte Nothilfen und seriöse Vermittlungen bündelt, um Hunden – vom kleinen Pocket Bully bis zum großen XL-Typen – den Weg in ein neues Zuhause zu ebnen.
Grundsätzlich zeichnet sich der American Bully durch ein ausgeglichenes, freundliches und loyales Wesen aus. Er wurde primär als Begleithund gezüchtet, was ihn bei guter Sozialisierung auch zu einem tollen Familienmitglied macht. Seine Toleranzgrenze ist oft hoch, und er zeigt sich anhänglich gegenüber "seinen" Menschen.
Der Bewegungsbedarf ist moderat. Zwar liebt er Spaziergänge und Spiele, ist aber meist kein Hochleistungssportler, der stundenlang am Fahrrad laufen muss. Dies macht ihn auch für Menschen geeignet, die keine Marathonläufer sind, aber gerne aktiv Zeit in der Natur verbringen.
Bezüglich der Erziehung ist der Bully intelligent und will gefallen ("will to please"). Allerdings kann er auch einen gewissen Dickschädel zeigen. Eine liebevolle, aber konsequente Hand ist daher unerlässlich. Ob er ein Anfängerhund ist, hängt stark vom Engagement des Halters ab. Aufgrund seiner körperlichen Kraft und des möglichen Listenhund-Status ist Vorerfahrung hilfreich, aber nicht zwingend, sofern man bereit ist, mit professioneller Hilfe (Hundeschule) zu arbeiten. Die Mitarbeiter im Tierheim können zudem vorab genau beurteilen, ob die Chemie zwischen Hund und Familie stimmt. Ein mehrmaliges Kennenlernen vor der Adoption ist hierbei der Schlüssel zum Erfolg.
In unserem American-Bully-Rasseporträt erfahren Sie mehr über diese Hunderasse.
Die Gründe, warum ein American Bully im Tierheim landet, sind vielschichtig und liegen fast nie am Hund selbst. Häufig führen drastische Veränderungen im Leben der Halter zur Abgabe. Ein Umzug in eine andere Stadt, eine Trennung oder berufliche Neuorientierungen lassen manchmal keinen Raum mehr für die artgerechte Haltung. Auch tragische Ereignisse wie der Tod des Besitzers oder eine schwere Krankheit machen Hunde plötzlich heimatlos.
Ein weiterer Aspekt ist die Überforderung mancher Halter. Der Bewegungsdrang und die Kraft dieser Rasse werden mitunter unterschätzt. Wenn dann noch mangelndes Wissen über Erziehung hinzukommt, entstehen Probleme im Alltag, die eigentlich vermeidbar wären. Zudem spielen finanzielle Engpässe eine Rolle. Hohe Tierarztkosten oder die in vielen Regionen erhöhte Hundesteuer für sogenannte Listenhunde können das Budget sprengen.
Gerade Bullys in Deutschland leiden oft unter der Wohnungsproblematik. Vermieter untersagen die Haltung oder behördliche Auflagen können aufgrund der Wohnsituation nicht erfüllt werden. Leider gibt es auch Fälle von Beschlagnahmungen durch das Veterinäramt, wenn Hunde aus illegaler Zucht stammen oder tierschutzwidrig gehalten wurden. Ebenso sorgen unüberlegte, private Vermehrungen dafür, dass ungeplante American-Bully-Welpen in Not geraten und auf die Hilfe des Tierschutzes angewiesen sind.
Wer einem dieser Kraftpakete ein Zuhause schenken möchte, hat verschiedene Anlaufstellen. Die Suche erfordert jedoch oft etwas Geduld und Recherche, da nicht jedes lokale Tierheim ständig entsprechende Rassen beherbergt.
Folgende Möglichkeiten stehen Interessenten zur Verfügung:
Snautz bietet hier als Online-Plattform einen entscheidenden Vorteil. Anstatt unzählige Webseiten einzelner Heime durchsuchen zu müssen, finden Sie hier gebündelte Inserate verschiedener Organisationen und privater Vermittler. Dies ermöglicht einen schnellen Überblick und erleichtert den direkten Kontakt, um den Traumhund zu finden.
Die Adoption eines Tierschutzhundes erfordert Einfühlungsvermögen. Manche American Bullys haben eine Vorgeschichte, die Spuren hinterlassen hat. Vernachlässigung oder fehlende Sozialisierung können dazu führen, dass Grundkommandos neu erlernt werden müssen oder Unsicherheiten bei Umweltreizen bestehen. Gerade bei Hunden mit Listenhund-Hintergrund ist eine souveräne Führung wichtig. Jedoch sind diese Hunde keineswegs "hoffnungslose Fälle". Im Gegenteil: Da ihr Charakter bereits erkennbar ist und Pfleger das Verhalten gut einschätzen können, weiß man genau, worauf man sich einlässt. Mit Geduld und Konsequenz werden diese Hunde oft zu den dankbarsten Begleitern, die man sich vorstellen kann. Zudem sind viele bereits stubenrein und kennen das Leben im Haus.
Wer sich für einen American Bully oder ähnliche Rassen interessiert, kommt an der deutschen Gesetzeslage nicht vorbei. In vielen Bundesländern wird der American Bully als gefährlicher Hund oder zumindest als Hund bestimmter Rassen (Listenhund) eingestuft beziehungsweise Mischlingen dieser Rassen gleichgestellt.
Dies bringt konkrete Auflagen mit sich. Häufig sind ein polizeiliches Führungszeugnis des Halters sowie ein Sachkundenachweis erforderlich. Der Hund muss oft einen Wesenstest absolvieren, um von der Maulkorb- und Leinenpflicht befreit zu werden. Auch die Erlaubnis des Vermieters sollte schriftlich vorliegen, da hier oft besondere Klauseln gelten. Darüber hinaus verlangen viele Gemeinden eine deutlich erhöhte Hundesteuer.
Eine spezielle Hundehalter-Haftpflichtversicherung ist meist obligatorisch. Es ist entscheidend, sich vor der Adoption bei dem zuständigen Ordnungsamt über die lokalen Bestimmungen zu informieren. Seriöse Tierschutzvereine lassen Sie hiermit jedoch nicht allein und unterstützen bei den behördlichen Schritten, damit die Adoption rechtssicher verläuft.
Die finanzielle Seite einer Adoption ist für viele Interessenten ein wichtiger Punkt. Wer einen American Bully aus dem Tierheim holt, zahlt eine sogenannte Schutzgebühr. Diese liegt in der Regel zwischen 250 und 450 Euro. Darin enthalten sind bereits die Kosten für Impfungen, den Mikrochip, Entwurmungen und oft auch die Kastration. Im Vergleich zu einem Welpen vom Züchter, der leicht zwischen 1.500 und 3.000 Euro kosten kann, ist dies sehr günstig.
Dennoch gibt es keinen Hund zum Nulltarif. Die Gebühr dient dem Schutz vor unüberlegten Anschaffungen und deckt einen Teil der Unkosten des Vereins. Bedenken Sie jedoch auch die laufenden Kosten. Neben Futter und Tierarztbesuchen kann die Steuer für Listenhunde je nach Wohnort zwischen 100 und 900 Euro jährlich betragen. Diese Ausgaben sollten langfristig eingeplant werden, um dem Tier ein sicheres Zuhause zu garantieren.
Der Weg zum eigenen Hund beginnt meist mit einer Anfrage über Snautz oder direkt beim Tierschutzverein. Daraufhin folgt ein ausführliches Vorgespräch, in dem die Lebenssituation und Erfahrung abgeklopft werden. Dies dient nicht der Schikane, sondern dem Wohl des Tieres. Anschließend lernen Sie den Hund im Tierheim oder auf der Pflegestelle kennen.
Ist Sympathie vorhanden, folgen oft weitere Besuche zum Gassigehen. Viele Vereine führen zudem eine Vorkontrolle bei Ihnen zu Hause durch, um sicherzustellen, dass das Umfeld passt. Eine direkte Mitnahme beim ersten Besuch ist unüblich. Wenn alles stimmt, wird ein Schutzvertrag unterzeichnet und der Hund zieht – ausgestattet mit EU-Heimtierausweis und allen Papieren – bei Ihnen ein. Oft vereinbaren Vereine eine Probezeit oder stehen auch nach der Vermittlung mit Rat und Tat zur Seite.
Viele Menschen suchen gezielt nach Welpen, doch American-Bully-Welpen im Tierheim sind eher die Ausnahme. Meist handelt es sich um Junghunde oder erwachsene Tiere. Ein Junghund (1-3 Jahre) steckt oft mitten in der Pubertät und benötigt viel Geduld und Erziehungsarbeit. Er ist noch formbar, testet aber auch Grenzen aus.
Erwachsene Hunde (3-7 Jahre) haben den großen Vorteil, dass sie oft ruhiger sind und „aus dem Gröbsten raus“. Ihr Wesen ist gefestigt, und man erlebt weniger Überraschungen. Für ältere Menschen oder Berufstätige sind Senioren ab 7 oder 8 Jahren oft ideale Begleiter. Sie sind meist sehr genügsam, dankbar für ein warmes Körbchen und fordern keine sportlichen Höchstleistungen mehr. Auch ein älterer Pocket Bully in Not kann ein wunderbarer Partner sein. Die Entscheidung für das Alter sollte daher immer zur eigenen Lebenssituation und Energie passen.
Nicht jeder Tierfreund kann dauerhaft einen Hund aufnehmen. Dennoch gibt es viele Wege, Bullys in Not Deutschland zu helfen. Eine enorm wichtige Stütze sind Pflegestellen, die einen Hund temporär aufnehmen, bis er vermittelt ist. Dies erhöht die Vermittlungschancen drastisch. Auch als Gassigänger leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität der Tierheimhunde.
Finanzielle Unterstützung durch Geldspenden hilft bei Tierarztkosten, während Sachspenden wie Futter, Decken oder Spielzeug den Alltag im Heim erleichtern. Eine Patenschaft für einen schwer vermittelbaren Hund sichert dessen Versorgung langfristig. Zudem hilft es enorm, Vermittlungsanzeigen in sozialen Medien zu teilen, um die Reichweite für die Bully Nothilfe oder American Bully in Not-Organisationen zu erhöhen. Jede Hilfe zählt und kommt direkt bei den Tieren an.
Snautz bietet nicht nur Suchenden eine Plattform, sondern unterstützt auch aktiv die Vermittlung. Tierheime, Nothilfe-Organisationen und auch Privatpersonen, die ihren Hund schweren Herzens abgeben müssen, können hier unkompliziert Inserate erstellen. Dies ist für Tierschutzvereine in der Regel mit kostenlosen Optionen verbunden.
Durch das Hinzufügen aussagekräftiger Fotos und einer ehrlichen Beschreibung erreichen Sie eine große Zahl potenzieller Adoptanten. Wer die Sichtbarkeit erhöhen möchte, kann kostengünstige Zusatzoptionen buchen, um die Anzeige hervorzuheben. Dies ist besonders hilfreich, wenn ein Notfall schnell ein neues Zuhause braucht. Wichtig ist dabei stets die Transparenz und eine zeitnahe Reaktion auf Anfragen.
Grundsätzlich ist die Haltung des American Bullys in Deutschland erlaubt. Allerdings wird die Rasse in vielen Bundesländern als Listenhund geführt oder den gefährlichen Hunden gleichgestellt. Dies bedeutet, dass die Haltung an Auflagen wie einen Sachkundenachweis, Wesenstest, Maulkorbpflicht oder eine behördliche Erlaubnis geknüpft ist. Informieren Sie sich zwingend bei Ihrer Gemeinde.
Beim seriösen Züchter liegen die Preise für einen Welpen meist zwischen 1.500 und 3.000 Euro, abhängig von der Abstammung und dem Typ. Wenn Sie einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren, fällt lediglich eine Schutzgebühr von etwa 250 bis 450 Euro an. Hinzu kommen bei beiden Optionen die laufenden Unterhaltskosten.
Die sogenannte Schutzgebühr variiert je nach Organisation, Alter und Gesundheitszustand des Hundes. Üblicherweise bewegt sie sich im Rahmen von 200 bis 450 Euro. Diese Gebühr deckt einen Teil der angefallenen Kosten für Impfung, Chip, Kastration und Verpflegung und dient dazu, spontane und unüberlegte Anschaffungen zu verhindern.
Der American Bully ist bedingt für Anfänger geeignet. Sein freundliches Wesen ist ein Pluspunkt, doch seine körperliche Kraft und der potentielle Sturkopf erfordern eine konsequente Führung. Wer bereit ist, eine Hundeschule zu besuchen und sich intensiv mit der Erziehung auseinanderzusetzen, kann auch als Ersthalter mit einem Bully glücklich werden.
Die Hundesteuer wird von den Kommunen festgelegt und variiert stark. Da der American Bully oft als Listenhund eingestuft wird, erheben viele Gemeinden einen erhöhten Steuersatz. Dieser kann jährlich zwischen 100 und 900 Euro, in Einzelfällen sogar darüber, liegen. Eine genaue Auskunft erhalten Sie beim zuständigen Steueramt Ihrer Stadt.

