Havaneser-Mischlinge vereinen die fröhliche Art des kubanischen Begleithundes mit Eigenschaften anderer Rassen. Diese kleinen Begleithunde begeistern durch ihr seidiges Fell, ihren anhänglichen Charakter und ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedlichste Lebenssituationen.
Der Havaneser blickt auf eine faszinierende Geschichte zurück, die ihn von der Mittelmeerregion bis nach Kuba führte. Dort entwickelte er sich aus den alten Bichon-Rassen zu dem Hund, den wir heute kennen. In Deutschland wird er teilweise auch als Bichon Havanese bezeichnet. Sein Ursprung als reiner Gesellschafts- und Begleithund prägt sein Wesen bis heute maßgeblich. Er ist dafür gemacht, nah beim Menschen zu sein.
Vom Charakter her zeigt er sich äußerst sozial, aufgeschlossen und intelligent. Sein fröhliches Gemüt steckt an, wobei er gleichzeitig als sehr anhänglich gilt und ungern lange Zeit allein bleibt. Ein Bichon Havanese ist zudem meist kinderlieb und besitzt nur einen gering ausgeprägten Jagdtrieb. Dies erleichtert die Erziehung und macht Spaziergänge entspannt.
Hinsichtlich der Haltung sind diese Hunde unkompliziert und eignen sich aufgrund ihrer Größe gut für die Wohnungshaltung, sofern sie ausreichend geistige und körperliche Beschäftigung erhalten. Das markante, langhaarige und seidige Fell kommt in vielen Varianten vor, von Weiß über Creme und Gold bis hin zu Schwarz, Zobel oder mehrfarbigen Scheckungen. Es bedarf allerdings regelmäßiger Pflege, damit es nicht verfilzt.
Im Havaneser-Rasseporträt erhalten Sie mehr Informationen zu dieser besonderen Hunderasse.
Ein Havaneser-Mischling vereint die Merkmale zweier Welten, was ihn optisch und charakterlich zu einem Überraschungspaket machen kann. Dabei hängt das Ergebnis stark davon ab, welche Rasse eingekreuzt wurde. Oft setzen sich jedoch die soziale Kompetenz und die Verspieltheit des Havanesers durch.
Besonders populär sind mittlerweile sogenannte Designer-Hunde oder Hybridhunde, bei denen zwei Rassen gezielt verpaart werden. Bekannte Beispiele hierfür sind:
Allerdings gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen diesen gezielten Züchtungen und zufälligen Mischlingen, wie sie oft im Tierschutz zu finden sind. Ein Kritischer Blick ist hierbei wichtig, denn Mischlinge sind nicht automatisch gesünder als Rassehunde. Genetische Vorbelastungen beider Elternteile können durchaus vererbt werden. Zudem ist die Entwicklung bezüglich Größe und Charakter weniger vorhersehbar als bei reinrassigen Tieren. Dennoch schätzen Halter gerade das oft einzigartige Aussehen und die Möglichkeit eines Temperamentsausgleichs bei ihrem Havaneser Welpe.
Interessant sind auch weniger bekannte Kombinationen. Ein Dackel-Havaneser-Mix kann beispielsweise einen etwas längeren Rücken und mehr Eigenwillen mitbringen, während ein Yorkshire-Havaneser-Mix oft kleiner bleibt und ein lebhaftes Terrier-Temperament zeigt.
Die Anschaffung eines Hundes erfordert Zeit, Geduld und das Bewusstsein für die lebenslange Verantwortung. Ein Havaneser Mischling benötigt tägliche Zuwendung, Fellpflege und Beschäftigung.
Bevor Sie sich für den Kauf eines Havanesers entscheiden, ist ein Besuch beim Anbieter zwingend erforderlich. Lassen Sie sich keinesfalls auf Parkplatzübergaben ein. Bei einem seriösen Angebot können Sie das Muttertier sehen und das soziale Umfeld der Welpen prüfen. Achten Sie darauf, ob die Tiere sauber und aufgeweckt wirken.
Ein Gesundheitscheck ist unerlässlich: Der Welpe sollte tierärztlich untersucht, mehrfach entwurmt, geimpft und gechippt sein. Ein Impfpass (EU-Heimtierausweis) muss vorliegen.
Schließen Sie immer einen schriftlichen Kaufvertrag ab. Dieser sollte Details zum Gesundheitszustand, ein Rückgaberecht im Krankheitsfall und Gewährleistungsansprüche regeln. Leisten Sie niemals Vorkasse, ohne den Hund und den Verkäufer persönlich kennengelernt zu haben.
Eine seriöse Abgabe erfolgt frühestens ab der achten, besser erst ab der zehnten oder zwölften Lebenswoche. Wer sich für Havaneser aus dem Tierheim oder Tierschutzorganisationen interessiert, muss mit einer Vorkontrolle und einem Schutzvertrag rechnen. Dies dient der Sicherheit des Tieres und ist ein Qualitätsmerkmal der Vermittlung.
Die finanziellen Aspekte einer Hundehaltung beginnen beim Kaufpreis, der bei Mischlingen stark variieren kann. Die Spanne reicht meist von 300 bis 1.500 Euro. Der genaue Preis hängt maßgeblich von der Herkunft und der Art der Verpaarung ab.
Für einen Havaneser-Mix aus einem Privatverkauf werden oft zwischen 500 und 800 Euro verlangt. Anders sieht es bei gezielten Designer-Kreuzungen aus. Wenn Sie einen Havaneser-Malteser-Mix kaufen möchten, können die Preise durchaus zwischen 800 und 1.500 Euro liegen. Ähnliches gilt für den Havapoo, da hier der Trend die Nachfrage bestimmt.
Tierschutzhunde werden hingegen meist gegen eine Schutzgebühr vermittelt, die sich in der Regel zwischen 250 und 400 Euro bewegt. Diese Gebühr deckt einen Teil der angefallenen medizinischen Kosten und der Versorgung.
Vorsicht ist bei extrem günstigen Angeboten im Internet geboten. Ein "Billigwelpe" stammt oft aus unseriöser Vermehrung, wo Elterntiere unter schlechten Bedingungen gehalten werden. Die Folgekosten durch fehlende Gesundheitsvorsorge und mangelnde Sozialisation übersteigen den gesparten Kaufpreis oft um ein Vielfaches. Die echten Kosten einer seriösen Aufzucht liegen in hochwertigem Futter, tierärztlicher Betreuung und liebevoller Umgebung. Ein angemessener Preis ist daher ein Indikator für Qualität.
Snautz bietet Ihnen als Online-Plattform eine zuverlässige Umgebung, um nach Ihrem neuen Familienmitglied zu suchen. Hier finden Sie eine breite Auswahl an seriösen Angeboten, die von privaten Haltern, Züchtern und Tierschutzvereinen stammen.
Um die Suche effizient zu gestalten, stehen Ihnen diverse Filtermöglichkeiten zur Verfügung. So können sie gezielt nach Alter, Region oder Preis suchen.
Detaillierte Anzeigen mit Bildern und Beschreibungen geben ersten Aufschluss über Charakter, Gesundheitszustand und besondere Eigenschaften der Hunde. Ein Yorkshire-Havaneser-Mix präsentiert sich möglicherweise mit anderen Bedürfnissen als ein Dackel-Havaneser-Mix, weshalb ausführliche Informationen die Entscheidung erleichtern.
Die Vielfalt ist groß. Zu den häufigsten Kreuzungen zählen der Havaneser-Malteser (Havamalt), Havaneser-Pudel (Havapoo), Havaneser-Shih-Tzu (Havashu) und der Havaneser-Bolonka-Mix. Seltener, aber möglich, sind Kombinationen wie Havaneser-Chihuahua oder Havaneser-Jack-Russel-Mix. Auch Dreier-Mischlinge wie Malteser-Havaneser-Shih-Tzu kommen vor. Grundsätzlich ist fast jede Verpaarung mit anderen Kleinhunderassen denkbar.
Die Preise liegen meist zwischen 300 und 1.500 Euro. Tierschutzhunde werden gegen eine Schutzgebühr von ca. 250 bis 400 Euro abgegeben. Private Zufallswürfe kosten oft 500 bis 800 Euro. Malteser-Havaneser-Mix-Welpen aus gezielter Zucht können bis zu 1.500 Euro kosten. Skepsis ist bei Preisen unter 300 Euro angebracht.
Ein Havaneser-Mischling hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 bis 16 Jahren. Da kleine Hunde oft älter werden als große, kann ein Havaneser Mix bei guter Gesundheit und Pflege dieses Alter sogar überschreiten. Die Genetik beider Eltern spielt eine Rolle; Kreuzungen mit langlebigen Rassen wie Pudeln begünstigen oft ein hohes Alter.
Havaneser gelten als wachsam und melden Besuch, sind aber keine typischen Kläffer, die grundlos bellen. Bei einem Mischling hängt dies jedoch stark von der eingekreuzten Rasse ab. Ein Yorkshire-Havaneser-Mix oder Terrier-Mischling kann bellfreudiger sein. Mit liebevoller, konsequenter Erziehung lässt sich dies jedoch meist gut kontrollieren.
Wie bei vielen kleinen Hunderassen sind Herzklappenerkrankungen im Alter eine häufige Ursache. Auch Nierenversagen oder Krebserkrankungen treten bei Senioren auf. Regelmäßige Vorsorge ist daher entscheidend für ein langes Leben. Bei Mischlingen können durch den vergrößerten Genpool bestimmte rassetypische Anfälligkeiten gemildert sein, eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht.

