Havaneser-Welpen entwickeln sich in den ersten Lebenswochen zu verspielten Persönlichkeiten. Die Prägephase beim Züchter legt den Grundstein für ein ausgeglichenes Wesen, weshalb mehrere Besuche vor der Abholung empfohlen werden.
Der Havaneser, offiziell auch Bichon Havanais genannt, blickt auf eine interessante Geschichte zurück, die ihren Ursprung im westlichen Mittelmeerraum hat und später auf Kuba weitergeführt wurde. Wegen seines ausgesprochen freundlichen Wesens wird er vorrangig als Familien- und Begleithund geschätzt. Sein Charakter gilt als fröhlich, aufgeweckt und extrem menschenbezogen. Da er sehr verschmust ist und seinem Besitzer am liebsten auf Schritt und Tritt folgt, eignet er sich hervorragend für die Wohnungshaltung, sofern er genügend Auslauf erhält.
Auch für Anfänger ist diese Rasse dank ihrer Lernfreude gut geeignet. Optisch besticht der Havaneser durch sein langes, weiches Deckhaar. Gelegentlich treten auch Stockhaar-Havaneser auf, bei denen das Fell kürzer bleibt. Die Farbpalette ist riesig: Von Weiß, Beige und Gold über verschiedene Brauntöne bis hin zu Schwarz ist alles vertreten. Beliebt sind zudem gescheckte Varianten wie Schwarz-Weiß, Braun-Weiß oder Tricolor.
In unserem Havaneser-Rasseporträt erfahren Sie Wissenswertes über Charakter, Eigenschaften und Haltung.
In den ersten Lebenswochen machen Havaneser-Welpen eine enorme Entwicklung durch, die den Grundstein für ihr späteres Verhalten legt. Zunächst sind sie vollkommen auf die Mutterhündin angewiesen, doch schon bald beginnen sie, ihre Umwelt neugierig zu erkunden. Daher ist die Sozialisierung beim Züchter von entscheidender Bedeutung. Während der Prägephase lernen die Kleinen im Geschwisterverband wichtige Lektionen über Beißhemmung und Kommunikation. Seriöse Züchter gewöhnen die Welpen zudem bereits an Alltagsgeräusche, verschiedene Untergründe und den Kontakt zu Menschen.
Bevor der Welpe einzieht, sind mehrfache Besuche beim Züchter sehr empfehlenswert. Hierbei können Sie nicht nur das Muttertier kennenlernen, was viel über die Gesundheit und das Wesen der Welpen aussagt, sondern auch eine erste Bindung aufbauen. Bei der Abgabe, meist ab der achten bis zwölften Woche, sollten die Tiere tierärztlich untersucht, geimpft, mehrfach entwurmt und gechipt sein.
Für den Einzug benötigen Sie eine passende Erstausstattung. Dazu gehören:
Wer einen Havaneser kaufen möchte, hat verschiedene Anlaufstellen. Die sicherste Option sind Havaneser-Welpen vom Züchter, da hier auf Gesundheit und Sozialisierung geachtet wird. Man unterscheidet zwischen Züchtern, die einem Zuchtverein angeschlossen sind, und seriösen Hobbyzüchtern. Zudem werden gelegentlich Havaneser von Privatpersonen angeboten, beispielsweise wenn sich Lebensumstände ändern und ein Havaneser nun ein neues zu Hause sucht. Eine herzensgute Alternative ist der Tierschutz: Auch Rassehunde geraten in Not und suchen über Tierheime ein neues Zuhause. Ob Sie sich für reinrassige Havaneser-Welpen oder charmante Mischlinge entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen ab. Online-Portale wie Snautz bündeln diese Angebote, sodass Sie bequem nach Tieren in Ihrer Umgebung suchen können.
Die Anschaffung eines Hundes ist eine Entscheidung für viele Jahre. Schätzen Sie daher vorab Ihren Zeitaufwand für Erziehung und Pflege realistisch ein. Ein persönlicher Besuch beim Verkäufer ist unabdingbar. Lassen Sie sich keinesfalls auf Treffen auf Rastplätzen ein. Das Muttertier muss vor Ort besichtigt werden können und einen gesunden, entspannten Eindruck machen. Achten Sie darauf, dass der Welpe bei der Übergabe geimpft und entwurmt ist – der blaue EU-Heimtierausweis gibt hierüber Auskunft. Schließen Sie immer einen schriftlichen Kaufvertrag ab, der die Gesundheit des Tieres und die Eigentumsverhältnisse regelt. Seien Sie zudem vorsichtig bei Begriffen wie "Mini-Havaneser" oder extremen Preisnachlässen; hier steht oft Profitgier über dem Tierwohl. Leisten Sie keine Vorauszahlungen ohne vorheriges Kennenlernen.
Die Kosten für Havaneser-Welpen können stark variieren und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Ein Welpe aus einer kontrollierten Zucht hat seinen Preis, der die Ausgaben für Gesundheitsvorsorge, Decktaxe, hochwertiges Futter und die tierärztliche Betreuung der Mutterhündin sowie der Welpen widerspiegelt. Tiere mit Papieren von einem anerkannten Zuchtverband liegen dabei preislich oft höher als Welpen aus einer liebevollen Hobbyzucht ohne Vereinsbindung. Die Preisspanne für Havaneser-Welpen vom Züchter mit Zuchtverband-Papieren bewegt sich typischerweise zwischen 1.200 und 2.000 Euro, Welpen ohne offizielle Papiere, aber von verantwortungsvollen Züchtern, kosten meist zwischen 800 und 1.400 Euro. Bei Angeboten, die deutlich unter dem marktüblichen Durchschnitt liegen, sollten Sie äußerst skeptisch sein.
Ein zu niedriger Preis geht oft zulasten der Gesundheit und Aufzuchtbedingungen, was später zu hohen Tierarztkosten führen kann. Havaneser aus dem Tierheim werden meist gegen eine deutlich geringere Schutzgebühr abgegeben, die primär die entstandenen Unkosten deckt. Ob es sich um einen Kurzhaar-Havaneser oder einen Langhaarigen handelt, spielt für den Preis meist eine untergeordnete Rolle, entscheidender sind Herkunft und Gesundheitsstatus. Bedenken Sie stets, dass der Kaufpreis nur den Anfang darstellt.
Sie sind Züchter und haben einen aktuellen Wurf oder müssen Ihren Vierbeiner aus privaten Gründen in gute Hände geben? Auf Snautz können Sie einfach und seriös Ihre Havaneser verkaufen. Das Erstellen von Kleinanzeigen für Havaneser-Welpen oder erwachsene Hunde ist unkompliziert. Um die passenden Käufer anzusprechen, empfiehlt sich eine detaillierte Beschreibung des Charakters und der Gesundheitsdaten. Hochwertige, ansprechende Fotos erhöhen die Erfolgschancen Ihrer Anzeige signifikant.
Nutzen Sie Zusatzoptionen wie Top-Anzeigen, um mehr Sichtbarkeit zu generieren. Eine transparente und freundliche Kommunikation schafft Vertrauen bei Interessenten. Reagieren Sie daher zeitnah auf Anfragen, um Besichtigungstermine zu vereinbaren und sicherzustellen, dass Ihre Schützlinge das bestmögliche neue Zuhause finden.
Havaneser sind sehr aufmerksame Hunde, die Besucher oder ungewöhnliche Geräusche durchaus durch Bellen ankündigen. Sie gelten jedoch nicht als typische Kläffer. Mit einer konsequenten Erziehung und ausreichender Beschäftigung lässt sich dieses Verhalten gut kontrollieren. Oft orientiert sich das Bellverhalten auch daran, wie viel Sicherheit der Halter dem Hund vermittelt.
Wie bei vielen Kleinhunderassen ist die häufigste Todesursache das altersbedingte Organversagen, oft in Kombination mit Herzschwäche (Herzklappenerkrankungen). Dennoch gilt der Havaneser als robuste Rasse. Durch eine gesunde Ernährung, Vermeidung von Übergewicht und regelmäßige tierärztliche Vorsorge können diese Hunde oft ein stolzes Alter von 12 bis 15 Jahren erreichen.
Diese Rasse ist ein Allround-Talent. Der Havaneser passt hervorragend zu Familien mit Kindern, da er verspielt und robust ist. Ebenso fühlen sich Singles und Senioren mit ihm wohl, da er sehr anpassungsfähig ist. Auch Hundeanfänger kommen gut mit ihm zurecht. Wichtig ist nur, dass man genügend Zeit für ihn hat, da er ungern allein ist.
Vom Wesen her sind sie unkompliziert, die Fellpflege erfordert jedoch Aufwand. Das lange Haar muss mehrmals pro Woche gründlich gebürstet werden, um Verfilzungen zu vermeiden. Viele Halter lassen das Fell regelmäßig beim Hundefriseur kürzen, was die Pflege erleichtert. Positiv ist, dass sie kaum haaren, was den Reinigungsaufwand in der Wohnung verringert.
Ihr größter Vorteil ist zugleich ihr kleiner Nachteil: Sie binden sich extrem eng an ihre Menschen. Dies kann dazu führen, dass sie nur schwer alleine bleiben können und zu Trennungsangst neigen. Zudem darf der Pflegeaufwand des Fells nicht unterschätzt werden.

