Ein American-Bully-Mix vereint die beeindruckende Statur des American Bully mit den Eigenschaften anderer Rassen. Diese Mischlingshunde können in Temperament, Größe und Aussehen stark variieren, je nachdem welche Rasse eingekreuzt wurde.
Die Geschichte des American Bully begann in den 1990er Jahren in den USA, wo Züchter das Ziel verfolgten, den ultimativen Begleithund zu schaffen. Durch die gezielte Kreuzung von American Staffordshire Terrier und American Pitbull Terrier, teilweise ergänzt durch verschiedene Bulldoggen-Rassen, entstand ein Hund mit imposantem Körperbau, aber sanftem Wesen. Im Gegensatz zu seinen Vorfahren, die teilweise für Arbeitszwecke gezüchtet wurden, liegt der Fokus hier rein auf der Eignung als Familienhund. Dieser loyale Vierbeiner zeichnet sich durch Freundlichkeit, eine hohe Reizschwelle und große Menschenbezogenheit aus. Je nach Zuchtverband variieren die Größen von klein bis massiv, wobei der stämmige Körperbau allen gemein ist. Allerdings sind vor der Anschaffung unbedingt die Haltungsbedingungen zu prüfen, da die Rasse Kraft und Präsenz vereint.
Trotz seines kraftvollen Aussehens ist der typische American Bully Charakter von einer bemerkenswerten Sanftmut geprägt. Züchter haben über Jahrzehnte hinweg aggressives Verhalten selektiv weggezüchtet, um einen stabilen und freundlichen Begleiter zu formen. Dementsprechend zeigen sich diese Hunde in der Familie oft als verschmust und geduldig.
Besonders hervorzuheben ist die Kinderfreundlichkeit, die der Rasse oft nachgesagt wird. Dennoch sollten Interaktionen zwischen Hunden und Kindern stets beaufsichtigt werden. Im Vergleich zu Terriern ist der Jagdtrieb meist geringer ausgeprägt, was entspannte Spaziergänge begünstigt. Allerdings ist eine gute Sozialisierung notwendig, damit der Hund anderen Artgenossen gegenüber neutral und aufgeschlossen bleibt. Sein Schutztrieb ist vorhanden, äußert sich aber eher durch bloße Präsenz als durch Aggression.
Ein American Bully benötigt engen Familienanschluss und ist für die reine Zwingerhaltung absolut ungeeignet. Sein Platzbedarf in der Wohnung richtet sich stark nach der gewählten Variante; ein Pocket Bully findet auch in kleineren Wohnungen Platz, während ein American Bully XL mehr Raum beansprucht.
Halter sollten sich bewusst sein, dass die Haltung in Deutschland gewissen Auflagen unterliegen kann. Da die Rasse optisch Listenhunden ähnelt oder direkt als solche eingestuft werden kann, ist die rechtliche Situation vor dem Kauf zu klären. Zudem benötigen diese Hunde eine konsequente Führung. Für absolute Anfänger ist die Rasse geeignet, sofern sie bereit sind, eine Hundeschule zu besuchen und sich intensiv mit dem Wesen des Tieres auseinanderzusetzen.
Das kurze, glänzende Fell des American Bully kommt in nahezu allen Farben und Mustern vor. Besonders beliebt ist der American Bully Blue Line, bei dem das Fell eine graue, bläuliche Färbung aufweist. Diese Optik gilt als sehr ästhetisch, ist jedoch genetisch mit der Farbe Schwarz verwandt.
Ebenso existieren schwarze American Bullys, die durch ihr tiefes, glänzendes Schwarz beeindrucken. Ein American Bully weiß ist seltener und erfordert besondere Aufmerksamkeit bezüglich Hautempfindlichkeit und Gehör. Auch Brauntöne, oft als Chocolate oder Fawn bezeichnet, sind weit verbreitet. Die Pflege gestaltet sich bei allen Varianten einfach: Regelmäßiges Bürsten reicht meist aus, um lose Haare zu entfernen und den Glanz zu erhalten.
In unserem American-Bully-Rasseporträt erfahren Sie mehr über diese Hunderasse.
Ein American-Bully-Mix entsteht durch die Verpaarung eines reinrassigen Bullys mit einer anderen Hunderasse. Solche Mischlinge erfreuen sich wachsender Beliebtheit, da sie oft die optischen Vorzüge des Bullys mit den charakterspezifischen Eigenschaften anderer Rassen verbinden. Allerdings ist es wichtig zu verstehen, dass es sich hierbei biologisch gesehen um Mischlinge handelt, auch wenn Begriffe wie Hybridhund teilweise synonym verwendet werden. Im Gegensatz zur stabilen Reinzucht sind die Merkmale bei einem Mix weniger vorhersehbar. Kritiker weisen darauf hin, dass die "Hybrid-Vitalität" nicht garantiert ist und Gesundheitsprobleme beider Elternrassen auftreten können. Dennoch schätzen Liebhaber die Individualität dieser Hunde. Charakterlich kann ein American-Bully-Mix sehr variabel sein, je nachdem, welche Gene dominieren.
Die Aufzucht von American-Bully-Mix-Welpen ist eine spannende Zeit, da sich erst im Laufe der Monate zeigt, welche Elterntiere sich optisch und charakterlich durchsetzen. In den ersten Wochen ist eine intensive Prägung auf Menschen und Umweltreize essenziell.
Gesundheitlich sollten Halter bei Mischlingswelpen genauso sorgfältig sein wie bei Rassehunden. Regelmäßige Impfungen und Entwurmungen sind Pflicht. Da die Größenentwicklung schwerer vorherzusagen ist, kann der ausgewachsene Hund manchmal kleiner oder größer werden als erwartet. Auch das Temperament kristallisiert sich oft erst mit der Pubertät vollständig heraus.
Der Kauf eines American-Bullys bedeutet Verantwortung für viele Jahre. Bevor Sie sich für einen American Bully oder einen Mix entscheiden, muss die Frage geklärt sein, ob genügend Zeit und finanzielle Mittel für Futter, Tierarzt und Versicherung vorhanden sind. Ein persönlicher Besuch beim Anbieter ist unumgänglich, um sich einen Eindruck von den Haltungsbedingungen zu verschaffen. Lassen Sie sich keinesfalls auf Treffen an Parkplätzen ein. Das Muttertier sollte immer anwesend, zugänglich und in gutem gesundheitlichen Zustand sein. Ein seriöser Vertrag regelt alle Details transparent. Zudem ist ein Gesundheitszeugnis oder der Impfpass ein Muss. Zahlen Sie niemals Geld vorab, ohne den Hund und den Verkäufer persönlich kennengelernt zu haben. Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl.
Verantwortungsvolle Zucht zeichnet sich durch Transparenz aus. Ein guter Züchter oder Anbieter in einem Zuchtverein beantwortet bereitwillig alle Fragen zur Linie, den Elterntieren und den durchgeführten Gesundheitschecks. Er interessiert sich auch dafür, wo sein Schützling hinkommt.
Achten Sie darauf, ob die Tiere sauber untergebracht sind und Familienanschluss haben. Warnzeichen sind fehlende Papiere, Ausflüchte bei Fragen nach den Eltern oder Druck zum schnellen Kauf. Alternativ zur Zucht gibt es oft Notfallvermittlungen, die American Bullys und deren Mischlinge in liebevolle Hände abgeben.
In Deutschland ist die Haltung bestimmter Rassen und deren Kreuzungen reglementiert. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der American Bully Mix in Ihrem Bundesland als Listenhund gilt. Dies hat Auswirkungen auf die Hundesteuer und Haltungsvoraussetzungen.
Oft sind ein Sachkundenachweis und ein Wesenstest erforderlich, um den Hund halten zu dürfen. In Mietwohnungen ist eine schriftliche Genehmigung des Vermieters ratsam, die explizit die Rasse oder den Mischlingstyp benennt. Auch der Abschluss einer speziellen Haftpflichtversicherung ist meist verpflichtend.
Der Preis für einen American Bully variiert stark je nach Abstammung, Größe und Farbe. Reinrassige Welpen von renommierten Züchtern können mehrere tausend Euro kosten. Besonders für einen American Bully XXL Preis oder seltene Farben wie beim American Bully XL Blue Line müssen Käufer oft tiefer in die Tasche greifen. Mischlinge sind in der Anschaffung häufig günstiger, wobei auch hier sogenannte Designer-Mixe höhere Preise erzielen können. Seien Sie vorsichtig bei extremen Billigangeboten im Internet. Ein zu niedriger Preis geht oft zulasten der Gesundheit der Tiere und der Sozialisierung. Die Folgekosten für Tierarztbehandlungen können die Ersparnis beim Kauf schnell übersteigen. Kalkulieren Sie daher realistisch.
Snautz bietet als Online-Plattform einen idealen Marktplatz um einen American Bully zu kaufen oder zu verkaufen . Käufer profitieren von einer großen Auswahl und übersichtlichen Suchfunktionen, um gezielt nach American-Bully-Mix-Welpen oder erwachsenen Tieren zu suchen. Die Anzeigen werden geprüft, um Betrug vorzubeugen, dennoch ist Wachsamkeit geboten. Nutzen Sie die Kontaktfunktionen, um erste Fragen zu klären, bevor Sie einen Besuchstermin vereinbaren. Premium-Anzeigen sind oft ein Hinweis auf Anbieter, die besonderen Wert auf Sichtbarkeit und Präsentation legen. Melden Sie auffällige Inserate sofort, um die Qualität des Marktplatzes zu sichern.
Wenn Sie einen American Bully verkaufen möchten, ist eine vertrauenswürdige Anzeige essenziell. Formulieren Sie einen aussagekräftigen Titel und beschreiben Sie den Charakter sowie die Gesundheit der Tiere ehrlich.
Hochwertige Fotos, die die Welpen und auch die Elterntiere zeigen, schaffen Vertrauen. Geben Sie Impfstatus, Chipnummer und Informationen zur Entwurmung an. Ein realistischer Preis und die Bereitschaft zur Kommunikation signalisieren Seriosität. Nutzen Sie Zusatzoptionen, damit Ihre Anzeige von potenziellen Käufern schneller gefunden wird.
Ob ein American-Bully-Mix als Listenhund gilt, hängt stark vom jeweiligen Bundesland und der dortigen Gesetzgebung ab. Da Mischlinge oft nach dem Elternteil mit dem höheren Gefahrenpotenzial beurteilt werden, fallen sie häufig unter die entsprechenden Verordnungen. Eine Einzelfallprüfung durch das Ordnungsamt oder ein Gutachten kann notwendig sein.
Grundsätzlich ist die Haltung des American Bully in Deutschland nicht verboten, unterliegt aber je nach Bundesland strengen Auflagen. Manche Behörden stufen ihn als gefährlichen Hund ein, womit Genehmigungspflichten, Leinen- und Maulkorbzwang einhergehen können. Ein Import bestimmter Varianten kann aufgrund des Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetzes untersagt sein.
Der American Bully wird heute als eigenständige Rasse angesehen und nicht als klassischer Hybridhund wie etwa der Labradoodle. Er entstand zwar ursprünglich aus Kreuzungen (American Bully Breeds wie Pitbull und AmStaff), wird aber seit Jahren rein gezüchtet, um ein stabiles Erscheinungsbild und Wesen zu gewährleisten.
Durch sein freundliches und kooperatives Wesen ist der American Bully durchaus auch für engagierte Anfänger geeignet. Allerdings erfordert seine Körperkraft eine verantwortungsvolle Handhabung. Eine konsequente, aber liebevolle Erziehung sowie der Besuch einer Hundeschule sind für Erstbesitzer dringend ratsam, um das Potenzial dieses tollen Familienhundes voll auszuschöpfen.

