Wer einen American Bully kaufen möchte, sollte sich vorab über rechtliche Bestimmungen im eigenen Bundesland informieren. Die Rasselisten-Situation variiert regional erheblich und kann unterschiedliche Auflagen mit sich bringen.
Der American Bully hat seinen Ursprung in den Vereinigten Staaten, wo er in den 1980er und 1990er Jahren durch die gezielte Kreuzung verschiedener Rassen, darunter der American Staffordshire Terrier und der American Pitbull Terrier, entwickelt wurde. Anders als seine Vorfahren, die teilweise für Arbeitszwecke oder Kämpfe gezüchtet wurden, stand beim American Bully von Anfang an die Eignung als reiner Familien- und Begleithund im Fokus. In Deutschland wird er gelegentlich auch als Amerikanischer Bully bezeichnet, wobei sich die englische Bezeichnung weitgehend durchgesetzt hat. Sein Wesen lässt sich als bemerkenswert freundlich, menschenbezogen und loyal beschreiben.
Die durchschnittliche Lebenserwartung eines American Bully liegt bei etwa 10 bis 13 Jahren, was für Hunde dieser Gewichtsklasse typisch ist. Wie bei vielen Rassen gibt es jedoch gesundheitliche Dispositionen, auf die geachtet werden sollte. Aufgrund des schweren Körperbaus können Gelenkprobleme wie Hüft- oder Ellbogendysplasie auftreten.
Obwohl sein muskulöser Körperbau oft Respekt einflößt, ist der Charakter dieser Hunde in der Regel gutmütig und verspielt. Da der American Bully als selbstbewusst, aber keineswegs aggressiv gilt, eignet er sich bei richtiger Sozialisierung hervorragend als Familienhund. Allerdings benötigt die Haltung eine konsequente, liebevolle Führung sowie ausreichend geistige Beschäftigung, da diese Hunde sehr intelligent sind. Eine klare Abgrenzung zum American Bulldog oder Pitbull ist hierbei wichtig, da es sich um eine eigenständige Rasse mit einem spezifischen, auf Verträglichkeit ausgerichteten Zuchtziel handelt. Wer einen American Bully kaufen möchte, entscheidet sich für einen Partner, der engen Kontakt zu seinen Menschen sucht.
Um den unterschiedlichen Vorlieben und Lebensumständen gerecht zu werden, wird der American Bully in vier offiziell anerkannten Größenvarianten gezüchtet. Die Einteilung erfolgt dabei primär nach der Widerristhöhe, wobei der Körperbau stets massiv und muskulös bleiben soll.
Zusätzlich existieren inoffizielle Bezeichnungen wie Micro Pocket oder XXL, die jedoch in vielen Zuchtverbänden nicht standardisiert sind und oft kritisch betrachtet werden sollten.
Das Fell des American Bully ist stets kurz, glatt und liegt eng am Körper an, was die Pflege vergleichsweise einfach macht. Es sollte glänzen und sich bei Berührung weder zu weich noch drahtig anfühlen. Bezüglich der Farben gibt es kaum Einschränkungen, da fast alle Farben und Musterungen vom Rassestandard akzeptiert werden.
Besonders gefragt sind klassische Töne wie Schwarz, Weiß, Grau und verschiedene Brauntöne. Eine hohe Nachfrage besteht oft nach speziellen Farbgebungen wie der "Blue Line", bei der das Fell einen grau-bläulichen Schimmer aufweist, oder nach gemusterten Tieren, die als Leopard Bully oder unter der Bezeichnung Merle bekannt sind. Auch Tricolor-Varianten erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Farbe sollte jedoch niemals das einzige Kriterium sein, wenn Sie American-Bully-Welpen kaufen, da Gesundheit und Wesen stets Vorrang haben müssen.
In unserem American-Bully-Rasseporträt erfahren Sie mehr über diese Hunderasse.
Die rechtliche Einordnung des American Bully ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt und hängt stark vom jeweiligen Bundesland ab. Während einige Bundesländer die Rasse explizit in ihren Rasselisten führen und somit als potenziell gefährlich einstufen, betrachten andere Länder ihn als unproblematischen Begleithund. Dies kann bedeuten, dass für die Haltung ein Sachkundenachweis, ein Wesenstest oder die Zahlung einer erhöhten Hundesteuer erforderlich sind.
Deshalb ist es für jeden Interessenten unerlässlich, sich vor dem Kauf bei der zuständigen Gemeinde oder dem Ordnungsamt über die lokalen Bestimmungen zu informieren. Oftmals entscheidet das phänotypische Erscheinungsbild eines Hundes über die Einstufung, da der American Bully optisch Hunderassen ähnelt, die auf der Liste stehen. Verantwortungsvolle Halter zeichnen sich dadurch aus, dass sie unabhängig von gesetzlichen Vorgaben großen Wert auf Erziehung und Sicherheit legen, um Vorurteile gegenüber muskulösen Hunderassen abzubauen.
Wer einen American Bully kaufen möchte, hat verschiedene Anlaufstellen, die jeweils Vor- und Nachteile bieten. Die sicherste Option ist meist ein seriöser American-Bully-Züchter, der einem anerkannten Zuchtverein angehört. Hier erhalten Sie in der Regel reinrassige Tiere mit Papieren, die gesundheitlich untersucht und gut sozialisiert sind. Diese Qualität hat ihren Preis, bietet jedoch mehr Sicherheit bezüglich der Entwicklung des Welpen.
Zudem gibt es private Anbieter, bei denen oft American-Bully-Welpen ohne Papiere oder American-Bully-Mix-Varianten verfügbar sind. Hier ist besondere Vorsicht geboten, um keine unseriösen Vermehrungen zu unterstützen. Gelegentlich finden sich auch American Bullys in Tierheimen, wobei es sich hier oft um erwachsene Hunde handelt, die ein neues, erfahrenes Zuhause suchen. Snautz als Online-Plattform bündelt diese Angebote, sodass Sie gezielt regional suchen und Anbieter für eine persönliche Besichtigung kontaktieren können.
Die Entscheidung für einen Hund sollte niemals impulsiv getroffen werden, da ein American Bully tägliche Betreuung und Beschäftigung einfordert. Besuchen Sie den Anbieter daher unbedingt persönlich, um sich ein Bild von den Haltungsbedingungen zu machen. Bei Welpen ist es entscheidend, dass das Muttertier anwesend ist und einen gesunden, entspannten Eindruck macht.
Achten Sie ferner auf den Gesundheitszustand des Tieres: Klare Augen, saubere Ohren und ein aufgewecktes Verhalten sind gute Indikatoren. Ein seriöser Verkäufer wird Ihnen bereitwillig den Impfpass zeigen, Fragen zur bisherigen Fütterung beantworten und auf einen schriftlichen Kaufvertrag bestehen. Leisten Sie keine Vorauszahlungen, bevor Sie den Hund nicht persönlich kennengelernt haben. Ein guter Züchter oder Halter wird Sie nicht zum Kauf drängen, sondern sicherstellen wollen, dass sein Schützling in gute Hände kommt.
Die Preise für einen American Bully variieren enorm und hängen von Faktoren wie Abstammung, Größe und Farbe ab. Bei einem seriösen Züchter mit Papieren müssen Interessenten in der Regel mit Kosten zwischen 2.000 und 5.000 Euro rechnen. Besonders begehrte Varianten wie der American Bully XL oder Hunde mit speziellen Farben wie "Lilac" oder "Blue" können sogar noch teurer sein und Preise bis zu 6.000 Euro erreichen.
Private Anbieter ohne Vereinszugehörigkeit bieten Welpen oft günstiger an, wobei die Preise hier meist zwischen 800 und 2.000 Euro liegen. Mischlings-Tiere, etwa ein Bully Mix, sind häufig schon ab 500 Euro zu finden. Wer einem Hund aus dem Tierheim eine zweite Chance gibt, zahlt eine Schutzgebühr, die meist zwischen 200 und 400 Euro liegt. Seien Sie jedoch skepisch bei Angeboten, die weit unter dem Durchschnitt liegen oder Tiere "zu verschenken" anbieten, da hier oft gesundheitliche Mängel oder Verhaltensprobleme verschwiegen werden. Bedenken Sie zudem, dass der Kaufpreis nur den Anfang darstellt und laufende Kosten für Futter, Steuer und Tierarzt hinzukommen.
Grundsätzlich gilt der American Bully aufgrund seines menschenfreundlichen und gutmütigen Wesens als durchaus anfängertauglich. Er verzeiht kleine Fehler eher als manche hochspezialisierte Arbeitsrasse. Dennoch darf man seine körperliche Kraft nicht unterschätzen, insbesondere bei einem American Bully Classic, Standard oder XL.
Eine konsequente Erziehung ist daher unerlässlich, damit der Hund in jeder Situation kontrollierbar bleibt. Für Ersthundebesitzer ist der Besuch einer Hundeschule sehr empfehlenswert, da hier nicht nur der Grundgehorsam trainiert wird, sondern auch die wichtige Sozialisation mit Artgenossen stattfindet. Wenn man bereit ist, Zeit in Training und Bindungsarbeit zu investieren, erweist sich der American Bully als loyaler Partner. Seine hohe Reizschwelle macht ihn zudem oft zu einem geduldigen Familienmitglied, das auch mit Kindern gut harmoniert, sofern Regeln im Umgang beachtet werden.
Obwohl sie optischer Ähnlichkeiten aufweisen, unterscheidet sich der American Bully deutlich von verwandten Rassen. Im Vergleich zum American Bulldog ist der Bully meist etwas kompakter gebaut, besitzt eine kürzere Schnauze und wirkt oft breiter in der Brust. Während der American Bulldog ursprünglich auch als Arbeitshund fungierte, ist der Bully primär Begleithund.
Vom klassischen Pitbull grenzt sich der American Bully durch einen massiveren, weniger drahtigen Körperbau ab. Charakterlich wurde beim Bully der Fokus noch stärker auf eine geringe Aggressionsbereitschaft gelegt. Auch zur Französischen oder Englischen Bulldogge gibt es klare Unterschiede in Größe und Agilität. Der American Bully ist eine eigenständige Rasse, die die besten Eigenschaften ihrer Vorfahren vereinen soll, ohne deren Extreme zu stark zu betonen.
Neben dem Anschaffungspreis müssen Halter die laufenden Kosten im Blick behalten. Die Hundesteuer variiert je nach Gemeinde stark und liegt normalerweise zwischen 50 und 200 Euro pro Jahr. In Orten, wo der American Bully als Listenhund geführt wird, kann dieser Satz jedoch deutlich höher ausfallen, weshalb eine vorherige Anfrage beim Amt wichtig ist.
Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung ist in vielen Bundesländern Pflicht und kostet je nach Deckungssumme etwa 60 bis 150 Euro jährlich. Da der American Bully ein kräftiger Esser ist, fallen zudem monatliche Futterkosten an, die je nach Qualität des Futters variieren. Auch regelmäßige Tierarztbesuche für Impfungen und Vorsorge sollten finanziell eingeplant werden.
Wenn Sie selbst Züchter sind oder aus privaten Gründen ein neues Zuhause für Ihren Hund suchen, bietet Snautz eine professionelle Umgebung für Ihre Anzeige. Das Erstellen von Kleinanzeigen ist einfach und ermöglicht es, den American Bully mit Fotos und detaillierten Beschreibungen ansprechend zu präsentieren. Um die Sichtbarkeit zu erhöhen, können Sie kostengünstige Zusatzoptionen nutzen, etwa um die Anzeige farblich hervorzuheben oder wieder nach oben zu schieben.
Geben Sie im Inserat unbedingt alle relevanten Daten an, wie die Größenvariante (z.B. Pocket oder XL), das Alter und Informationen zur Gesundheit. Eine transparente und seriöse Darstellung schafft Vertrauen bei potenziellen Käufern. Reagieren Sie zudem zeitnah auf Anfragen, um Besichtigungstermine zu vereinbaren und die zukünftigen Halter persönlich kennenzulernen.
Die Kosten variieren stark zwischen 500 Euro für Mischlinge und über 6.000 Euro für Zuchttiere besonderer Linien. Während Welpen von seriösen Züchtern meist zwischen 2.000 und 3.500 Euro liegen, bieten Privatpersonen Hunde oft günstiger an. Entscheidend für den Preis sind Herkunft, Papiere, Farbe sowie die jeweilige Größenvariante des Hundes.
Die Haltung ist in Deutschland grundsätzlich gestattet, unterliegt jedoch föderalen Unterschieden. In einigen Bundesländern kann die Rasse aufgrund ihrer Optik als Listenhund eingestuft werden, was Auflagen wie Leinenpflicht oder Wesenstests nach sich zieht. Halter sollten sich daher zwingend vorab bei ihrer lokalen Behörde über die geltenden Vorschriften informieren.
Durch sein freundliches und kooperatives Wesen ist der American Bully durchaus auch für engagierte Anfänger geeignet. Allerdings erfordert seine Körperkraft eine verantwortungsvolle Handhabung. Eine konsequente, aber liebevolle Erziehung sowie der Besuch einer Hundeschule sind für Erstbesitzer dringend ratsam, um das Potenzial dieses tollen Familienhundes voll auszuschöpfen.
Für einen reinrassigen Welpen vom Züchter sollten Interessenten ein Budget von 2.000 bis 5.000 Euro einplanen. Besonders gefragte Varianten wie Pocket Bully Welpen oder seltene Farben können preislich höher liegen. Günstigere Angebote unter 1.000 Euro stammen oft aus privater Hand oder unseriöser Quelle und sollten kritisch geprüft werden.
Absolut, der American Bully wurde speziell als Begleit- und Familienhund gezüchtet. Er zeichnet sich durch Loyalität, Geduld und eine hohe Reizschwelle aus. Bei artgerechter Haltung und guter Sozialisierung ist er ein verschmuster und treuer Partner, der den engen Kontakt zu seinen Menschen sucht und auch mit Kindern meist sehr gut auskommt.

