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10.09.2018 Marga & Rigobert Müller, Welsh-Terier-Züchter

Die Welsh-Terrier "vom Schwanberg"

Familie Müller züchtet erfolgreich Wesh-Terrier, eine Rasse, die früher Füchse oder Otter jagten. Einige Male hat die Familie bereits erfolgreich an Ausstellungen teilgenommen und einer ihrer Welshs schaffte es zum Weltsieger. Dazu haben sie jagdliche Lehrgänge besucht und auch Begleithundeprüfungen abgelegt. Über diese sympatische Rasse berichten Marga und Rigobert Müller hier bei Snautz.de

Die Welsh-Terrier "vom Schwanberg" (Foto: Marga u. Rigobert Müller)

Die Welsh Terrier aus dem Zwinger „vom Schwanberg“ stellen sich vor!

Seit über 40 Jahren gibt es nun schon unsere Liebhaberzucht. Begonnen hat es mit einem Bullterrier-Welpen im Jahre 1976. Die Liebe zu dieser Rasse zog sich bis ins Jahr 2002 hin. Bei unserer Zucht mit den Bullies stand immer Wesen und Gesundheit im Vordergrund. Leider wurde damals durch diverse Ereignisse diese edle Hunderasse in der Öffentlichkeit schwer beschädigt. Dies war dann auch der Grund, dass wir uns den Welsh Terriern zugewendet haben. Im Jahr 2002 kam dann der erste Welsh Terrierwelpe zu uns. Eika wurde unsere erste Welsh- Züchthündin, lebt heute noch und hat unsere Welsh Terrierzucht bis heute geprägt. Ihre Tochter „Banshee vom Schwanberg“ wurde später unsere zweite Zuchthündin, ist heute 12 jahre alt. Ihre Tochter „Ilagana vom Schwanberg“ ist inzwischen stolze Nachfolgerin Ihrer Mutter Banshee und ist, wie Banshee, ebenfalls eine hervorragende Mutter von zur Zeit vier Welpen. (geb. am 08.05.2018)

Der Welsh Terrier als Rasse

Bereits im 10. Jahrhundert wurde in Wales (England) der Welsh erwähnt und ist somit wohl die vielleicht älteste, bekannte Terrier Rasse. Seine Vorläufer wurden Black and Tan Terrier genannt. Sie wurden am Fuchs, Dachs und Otter auf der Jagd eingesetzt. Mit der gezielten Zucht der Rasse begannen Welsh Terrier Züchter in England erst im 19 Jahrhundert. 1886 wurde dort der erste Welsh Terrier Club gegründet. Hier in Deutschland wurden die ersten Welsh Terrier um 1931 im eingetragenen Club für Terrier aufgenommen.

Erscheinungsbild des Welsh Terriers

Der Welsh hat eine Widerristhöhe von ca. 36 bis 39 cm Höhe und ein Gewicht von ca. 8 bis 10 kg. Er zählt zur Gruppe der hochläufigen Terrier. Seine Lebenserwartung ist mit ca. 14 bis 16 Jahre sehr hoch. Die Fellfarbe soll schwarz und lohfarben oder schwarz-grau und lohfarben sein. Das Fell ist hart, drahtig und sehr dicht mit Unterwolle. Der Welsh soll nicht geschoren werden, sondern mehrmals im Jahr fachmännisch getrimmt werden. Bei einer solchen Fellpflege verliert der Welsh nahezu keine Haare und ist somit auch für Allergiker bestens geeignet. Typisch für diese Hunderasse ist der längliche, flache Schädel. Der Welsh hat kleine, dunkle Augen sowie kleine, nach vorne gekippte V-förmige Ohren und eine hoch angesetzte Rute, die nach oben weist.

Charakter und Wesen des Welsh Terriers

Der Welsh Terrier ist ein stets fröhlich wirkender, anhänglicher Hund, der bei richtiger Erziehung sehr gehorsam und leicht zu führen ist. Gegenüber Fremden ist er kaum scheu oder zurückhaltend. Gegenüber anderen Hunden, auch selbst größeren, kann er sich sehr gut behaupten, ohne in der Regel aggressiv zu sein. Dies resultiert aus seinem Mut, seiner Furchtlosigkeit und seinem Durchsetzungsvermögen. Er ist sehr wachsam ohne ein extremer Kläffer zu sein. Wie viele Terrier ist auch er manchmal etwas launig und eigensinnig. Der Welsh ist ein sportlich lebhafter und ausdauernder Hund und bedarf und sollte geistig wie auch körperliche Betätigung finden. Für den Hundesport bietet er sich an und kann beim Turnierhundesport oder beim Agility bestens eingesetzt werde. Als Begleiter beim Wandern, Radfahren, Joggen, Pferdeausritt und natürlich auch als Jagdhund wird sein Führer große Freude mit dem Welsh haben. Dies zeigt auch der Erfolg unserer bisherigen, drei Zuchthündinnen, die teils die Grundausbildung der Jäger bestanden haben und alle drei auch die offizielle Begleithundeprüfung erfolgreich abgeschlossen haben.

Die Aufzucht unserer Welpen

Es beginnt eigentlich zuallererst damit, dass wir uns Gedanken machen, welcher Rüde zu unserer Hündin passt. Über die digitalen Medien gibt es Einblick in die heutige Welsh Terrier Situation in Deutschland. Diverse Welsh Terrier Besitzer bieten ihre Rüden als Deckrüden an. Die Auswahl ist dabei natürlich nicht allzu groß und es braucht gewiss das richtige Händchen, den bestens geeigneten Rüden für unsere Hündin zu finden. Die ist uns super gelungen, als wir unsere Hündin Ilagana erstmals haben decken lassen. Der Rüde Kunze`s Sunny Boy fiel uns damals durch seine Optik und Fellfarbe sofort auf. Wir nahmen daraufhin Kontakt auf mit der Besitzerin des Rüden. Die nötigen Formalitäten wurden vereinbart und alles Weitere lief perfekt ab. Das Ergebnis waren fünf prächtige Welpen, alles Hündinnen. Dieser Rüde wurde jetzt auch bei unserem zweiten Deckakt eingesetzt. Auch hier erfreuen wir uns zur Zeit damit, vier prächtige Rüden aufzuziehen.

Unsere Mutterhündin ist eine sehr, sehr gute Mutter und versorgt nach der Geburt ihre Welpen selbstständig ohne jegliche Probleme. Etwa zwei Wochen in ihrem Wurfkorb – steht in unserem Wohnzimmer - und danach in einer ca. 1 x 1 mtr. großen Wurfkiste – steht in unserer Küche. Darin haben die Welpen erstmals genug Platz sich zu bewegen und bereits hier beginnen die ersten Erziehungsmaßnahmen. Ins besonders wird in einer Ecke der Wurfkiste die „Pinkelstelle“ angelegt. Die Welpen werden zur jeder möglichen Zeit auf diese Ecke hingewiesen. Erfolge stellen sich rasch ein. Der nächste Schritt zur Sauberkeit besteht darin, das die Welpen bereits früh morgens, wenn sie aufwachen, sofort alle vier auf eine eingezäunte, ca. 5 x 5 mtr. große Rasenfläche im Garten zum „Pinkeln“ hinaus gebracht werden.

Diese Prägungsphase zieht sich durch die gesamte Aufzucht der Welpen bis zur Abgabe nach ca. 10 bis 12 Wochen durch, sodass die Welpen bei Abgabe nahezu sauber sind. Auf dieser Rasenfläche haben sie alle Möglichkeiten sich zu bewegen, zu spielen mit und ohne ihre Mutter. Diverse Lärmsituationen – Autos, Motorräder etc. -, vorbeilaufende Hunde usw., vervollständigen unser Ziel, dass die Welpen bestens geprägt und sozialisiert werden. Sobald sie geimpft worden sind, werden sie mit ihrer Mutter ans Autofahren eingewöhnt, es geht mit dem gesamten Rudel ins Freie zum Spazierengehen auf diverse Wiesen und in den Wald. Auch ein Stadtgang und die erste Erfahrung in der Wespenspielstunde versuchen wir möglich zu machen.

Dies alles ist unserer Meinung nach die Voraussetzung für eine verantwortliche Aufzucht von Welpen, mit dem Ziel, den neuen, zukünftigen Besitzern bestens geprägte und sozialisierte Welpen übergeben zu können. Bei der Übergabe erfolgt noch eine ausführliche Beratung derselben mit Beantwortung aller wichtigen Fragen. Ein großes Futterpaket versorgt den neuen Besitzer mit dem bisherigen Welpenfutter. Dieser Bericht, so hoffen wir, gibt den Leser Einblick in eine liebevolle Hunderasse und Einblick in die Vorgehensweise eines verantwortlichen Züchters von Rassehunden.

Dieser Artikel gibt die Meinung des Verfassers wieder, nicht die Meinung von Snautz.de. Snautz.de ist nicht für die inhaltliche Richtigkeit verantwortlich.

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Amrun (Foto: Marga u. Rigobert Müller)
Alles Gute zum Geburtstag (Foto: Marga u. Rigobert Müller)