Wer einen Rhodesian Ridgeback kaufen möchte, sollte persönlichen Kontakt zum Anbieter suchen und das Muttertier kennenlernen. Seriosität erkennt man an Transparenz, Gesundheitsnachweisen und der Möglichkeit zur Besichtigung vor Ort.
Der Ursprung des Rhodesian Ridgeback liegt im südlichen Afrika, genauer gesagt in den Gebieten des heutigen Simbabwe und Südafrika. Im 19. Jahrhundert kreuzten Kolonisten ihre europäischen Jagdhunde mit den teil domestizierten Hunden der Khoikhoi. Das Ziel war ein robuster Gebrauchshund, der extreme Temperaturen aushält und Haus sowie Hof beschützt. Bekannt wurde die Rasse auch als "African Lion Dog", da sie bei der Großwildjagd Löwen aufspürte und am Platz hielt, bis der Jäger eintraf. Dennoch ist der heutige RR, wie er kurz genannt wird, kein aggressiver Angreifer, sondern ein kluger Taktiker.
Charakterlich zeichnet sich der Ridgeback durch eine hohe Loyalität gegenüber seiner Familie und ein gewisses Maß an Unabhängigkeit aus. Fremden begegnet er meist mit reservierter Zurückhaltung, ohne dabei Scheu zu zeigen. Da er sehr sensibel auf Stimmungen reagiert, benötigt dieser intelligente Vierbeiner eine konsequente, aber liebevolle Hand. Härte verträgt er nicht. Wer einen Rhodesian Ridgeback kaufen möchte, sollte wissen, dass er viel Bewegung fordert und geistig gefordert werden will.
Markantes Merkmal und Namensgeber ist der Ridge, ein Haarkamm auf dem Rücken, der entgegen der Wuchsrichtung wächst. Der Rhodesian Ridgeback ist ein mittelgroßer bis großer Hund. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 69 cm, während Hündinnen etwas kleiner bleiben.
Das kurze, dichte Fell glänzt und kommt hauptsächlich in Weizentönen vor:
Farben wie Schwarz, Blau oder Grau entsprechen nicht dem Rassestandard, ebenso wenig wie ein sogenannter Mini Ridgeback oder Australian Ridgeback. Diese Bezeichnungen deuten oft auf Mischlinge hin.
Weitere Details erfahren Sie in unserem Rhodesian-Ridgeback-Rasseporträt.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen passenden Vierbeiner zu finden. Die erste Anlaufstelle sind oft spezialisierte Rhodesian-Ridgeback-Züchter, die gesunde Rhodesian-Ridgeback-Welpen mit Papieren eines anerkannten Zuchtvereins anbieten. Hier steht die Reinrassigkeit und Gesundheit im Vordergrund. Alternativ geben Privatpersonen gelegentlich ihre Hunde aus persönlichen Gründen ab. Dies kann eine Chance sein, einen bereits erzogenen Ridgeback zu kaufen.
Ebenso lohnt sich der Blick in den Tierschutz, wo Ridgebacks in Not oder Ridgebackmischlinge auf ein neues Zuhause warten. Snautz hilft Ihnen dabei, gezielt nach Ridgebackwelpen oder erwachsenen Tieren in der Nähe zu filtern. Achten Sie stets auf seriöse Inserate und meiden Sie dubiose Quellen, die Welpen wie Ware anbieten. Ein bewusster Kauf schützt vor späteren Problemen.
Bevor Sie sich für einen Ridgeback entscheiden, sollten Sie den hohen Zeitaufwand für Auslauf und Beschäftigung einkalkulieren. Ein rein optisches Interesse reicht für diese anspruchsvolle Rasse nicht aus. Zudem ist ein persönlicher Besuch beim Anbieter unerlässlich. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass das Muttertier anwesend ist und einen gesunden, aufgeschlossenen Eindruck macht.
Prüfen Sie wichtige Dokumente wie den Impfpass, Gesundheitszeugnisse und die Chip-Nummer. Ein seriöser Verkäufer besteht immer auf einen schriftlichen Kaufvertrag, der Preis, Gesundheitszustand und Rückgaberechte regelt. Leisten Sie niemals Vorauszahlungen über anonyme Geldtransferdienste, ohne den Hund gesehen zu haben.
Die Anschaffungskosten können stark variieren. Für reinrassige Rhodesian-Ridgeback-Welpen von einem seriösen Züchter liegen die Preise meist zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Dieser Betrag rechtfertigt sich durch umfangreiche Gesundheitstests, Impfungen und die Mitgliedschaft in einem Zuchtverband. Eine Rhodesian-Ridgeback-Hündin und -Rüde unterscheiden sich preislich kaum.
Wer einen Ridgeback kaufen möchte, der bereits ausgewachsen ist oder von Privatpersonen abgegeben wird, zahlt oft zwischen 500 und 1.500 Euro. Hier spielen der Ausbildungsstand und das Alter eine entscheidende Rolle. Im Tierschutz fällt meist nur eine Schutzgebühr von etwa 300 bis 500 Euro an. Ridgeback-Mischlinge sind oft günstiger zu haben (200 bis 800 Euro). Bedenken Sie jedoch, dass zum Kaufpreis laufende Kosten für Futter, Tierarzt und Versicherung hinzukommen. Eine Welpenliste verschiedener Anbieter zu vergleichen, gibt einen guten Überblick über das aktuelle Preisniveau.
Wenn Sie selbst Züchter sind oder Ihren Hund in gute Hände geben müssen, bietet Snautz als Online-Plattform die ideale Umgebung. Sie können kostenlos Kleinanzeigen erstellen, um ihre Ridgeback-Welpen oder erwachsene Tiere zu vermitteln. Auch für Ridgebackmischlinge ist das Portal bestens geeignet. Um die Verkaufschancen zu erhöhen, stehen Ihnen verschiedene Zusatzoptionen zur Verfügung. Durch Top-Anzeigen oder das Hervorheben des Inserats erreichen Sie deutlich mehr potenzielle Käufer. Wichtig ist eine ehrliche Beschreibung und hochwertige Fotos. Reagieren Sie zudem schnell auf Anfragen und bieten Sie zeitnahe Besichtigungstermine an, um Vertrauen bei Interessenten zu schaffen.
Die Preisspanne reicht von ca. 300 Euro für einen Hund aus dem Tierschutz bis zu 2.500 Euro für Welpen von renommierten Züchtern mit Papieren. Der konkrete Preis für einen Ridgeback hängt stark von Alter, Abstammung und Gesundheitsvorsorge ab. Laufende Kosten für Futter und Tierarzt sollten zusätzlich eingeplant werden.
Diese Hunderasse wird für absolute Anfänger eher nicht empfohlen. Aufgrund ihres selbstbewussten und teils dominanten Wesens benötigen sie eine sehr konsequente, erfahrene Führung. Motivierte Ersthalter können einen Ridgeback jedoch erfolgreich führen, wenn sie bereit sind, eng mit einem professionellen Hundetrainer zusammenzuarbeiten und viel Zeit in die Erziehung zu investieren.
Zu den herausfordernden Eigenschaften gehören ein starker Jagdtrieb und ein gewisser Eigensinn, der oft als Sturheit interpretiert wird. Sie sind territorial und wachsam. Zudem benötigen sie viel Bewegung; bei Unterforderung können sie destruktive Verhaltensweisen entwickeln. Sie sind keine Hunde, die einfach "mitlaufen", sondern Arbeit und Aufmerksamkeit fordern.
Ja, innerhalb ihrer Familie sind Ridgebacks oft sehr verschmust und anhänglich. Sie suchen aktiv die körperliche Nähe zu ihren Bezugspersonen und gelten als loyale "Kletten". Diese Zuneigung zeigen sie jedoch meist nur vertrauten Menschen; Fremden gegenüber bleiben sie distanziert. Sie brauchen den engen Familienanschluss für ihr seelisches Wohlbefinden.
Die Erziehung gilt als anspruchsvoll, da der Ridgeback blinden Gehorsam oft hinterfragt. Mit viel Geduld, Konsequenz und positiver Verstärkung ist er jedoch gut trainierbar. Härte oder Druck bewirken oft das Gegenteil. Eine frühe Sozialisierung und klare Regeln sind essenziell, damit aus dem starken Charakter ein verlässlicher Begleiter wird.

