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15.08.2020 - Bindung und Beziehungsentwicklung zwischen Hund und Mensch als Ursache für Verhaltenspr

Datum: 22.10.2019 | Aufrufe: 6
Datum:
15.08.2020
Ort:
35781 Weilburg-Hirschhausen (D - Hessen)
Kategorie:
Seminar
Veranstalter:
Queißer´s PET-TREFF
Adresse:
Seminarraum
Drommershäuser Str. 11
Kontakt:
Frau Katharina Queißer
Telefon:
06471 6269310
Anbieter kontaktierenKlicken Sie hier, um zu schreiben.
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Bindung und Beziehungsentwicklung zwischen Hund und Mensch als Ursache für Verhaltensprobleme? mit Dipl.-Psych. Robert Mehl

Die Fortbildung wird als Nachweis anerkannt von: TÄK NS + SH
Dieser Seminartag wird bei den TÄK mit den vollen 9 Stunden angerechnet

Verhaltensprobleme von Hunden können vielfältige Ursachen haben. Häufig wird bei der Ursachenforschung auch die Beziehung zwischen Hund und Halter thematisiert. Dieses Seminar beschäftigt sich aus einem humanpsychologischen Blickwinkel mit dem Anteil, den schwierige Beziehungsmuster zu Verhaltensproblemen des Hundes beitragen.

Bindung ist nicht dasselbe wie Beziehung. Bindung besteht ursprünglich zwischen Eltern und Nachkommen. Aus den frühen Bindungserfahrungen entwickeln sich die Beziehungsmuster, die das Individuum später anderen Sozialpartnern anbietet.

Wie entsteht eine gesunde und förderliche Bindung?
Wie kann man die Bindungsqualität aus entwicklungspsychologischer Perspektive beschreiben?
Welche Faktoren wirken sich förderlich bzw. negativ auf die Bindung aus?

Wie entwickelt sich die Interaktion von individueller Persönlichkeit und negativen frühen Beziehungserfahrungen zu problematischen Beziehungsmustern, aus denen Verhaltensprobleme entstehen können (z. B. ängstliches, zwanghaftes, aggressives oder unberechenbares Verhalten bis hin zu Persönlichkeitsstörungen)?

Um diese Fragen zu beantworten werfen wir auch einen Blick auf die neurobiologischen Grundlagen von Bindung und Beziehung, beschäftigen uns mit Erkenntnissen aus der humanen Entwicklungspsychologie und überlegen, welche Forschungsergebnisse sich auf den Hund übertragen lassen.

Nicht nur der Mensch bringt seinen Beziehungsstil in die Partnerschaft ein, auch der Hund hat mit seiner Persönlichkeit und seinem Beziehungsstil einen Einfluß auf die Beziehungsgestaltung. Die Interaktion beider Beziehungsmuster kann harmonisch oder herausfordernd sein. Wir sprechen darüber, wie man (z. B. als Hundetrainer) diese Beziehung diagnostisch beschreiben kann, ohne zu werten oder Schuld zuzuweisen.

Im letzten Teil des Seminars geht es um die Suche nach Entlastung und einer für beide Seiten angenehmeren Beziehungsgestaltung im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten. Damit verbunden ist die Frage, wie man ein belastetes Mensch-Hund-System beraten kann, um durch eine veränderte Beziehungsgestaltung eine Verbesserung der Verhaltensprobleme zu erreichen und Beziehungsmuster konstruktiv zu verändern.

Das Seminar richtet sich an Hundetrainer und Hundehalter. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht bearbeitet. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.

Dipl.-Psych. Robert Mehl

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