Hunderasse Westfälische Dachsbracke

Hier finden Sie nützliche Informationen zur Hunderasse Westfälische Dachsbracke. Wesen, Herkunft und andere Merkmale können Sie dem unten stehenden Rasseportrait entnehmen. Beachten Sie auch unser Westfälische Dachsbracke-Bild.

Westfälische Dachsbracke (Bild)
Westfälische Dachsbracke.
Herkunft: Deutschland
Größe: 30 bis 38 cm
FCI: Nr. 100, Gruppe 6

Die Westfälische Dachsbracke ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse aus Deutschland (FCI-Gruppe 6, Sektion 1, Standard Nr. 100).

Herkunft und Geschichtliches

Die Westfälische Dachsbracke ist eine kleinere, niederläufige Variante der Deutschen Bracke, wirkt aber kompakter und kräftiger. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus kleineren Deutschen Bracken und Steinbracken gezüchtet. Anlass hierfür war die allgemeine Verkleinerung der Jagdreviere, die ein Brackieren mit hochläufigen Hunden nicht mehr zuließ.

Beschreibung

Die Westfälische Dachsbracke ist ein 30 bis 38 cm hoher Jagdhund mit gut angesetzter Rute, die bei ruhigem Gang säbelförmig aufwärts oder hängend mit leichtem Bogen an der Spitze getragen wird. Das Haar ist am ganzen Körper sehr dicht und grob, am Hals und an der Unterseite der Rute länger, in den Farben rot bis gelb mit schwarzem Sattel oder Mantel und weißen Abzeichen. Die Ohren sind mittellang und breit, gut anliegend, unten stumpf abgerundet.

Verwendung

Die Westfälische Dachsbracke ist aufgrund ihrer Größe auch für kleinere Jagdreviere geeignet. Sie wird zu folgenden Jagdarten eingesetzt:

  • Stöbern („Laute Jagd“) auf Hase, Fuchs und Kaninchen
  • Einsatz bei Drück- und Riegeljagden auch auf Rehe
  • Schweißarbeit (Nachsuche von Schalenwild)
  • Auffinden und Apportieren von Kleinwild

Aussehen

Alle Westfälische Dachsbracken führen die weißen Brackenabzeichen:

  • Blesse, Fang, Halsring und Bauch, Brust, Läufe und Rutenspitze

Sie existieren in zwei Farbschlägen:

  • tricolor/klassisch: meist rot bis gelb, mit schwarzem Sattel
  • zweifarbig/seltener: rot bis gelb oder schwarz

Blutauffrischung durch den Drever

Zur Verbesserung der genetischen Situation der Westfälischen Dachsbracke beantragte der die Rasse betreuende Deutsche Bracken Club beim Verband für das deutsche Hundewesen die Einkreuzung des Drevers, der zwischen 1910 und 1947 in Schweden aus der Westfälischen Dachsbracke hervorgegangen ist.[1]

Einzelnachweise

  1. “[1]”Antrag zur Verbesserung der genetischen Situation bei Westfälischen Dachsbracken
Dieses Rasseporträt basiert auf dem Artikel Westfälische Dachsbracke aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.