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02.10.2015 Mario Jessat, Snautz.de

Einsatzmöglichkeiten von Hundeboxen: Tipps für den Alltag

Hundeboxen sind ein praktisches Zubehör bei der Hundehaltung. Sie können den Tieren nicht nur Sicherheit und Geborgenheit vermitteln, sondern auch zum konkreten Training eingesetzt werden. Welche Einsatzmöglichkeiten es gibt und auf was dabei zu achten ist, lesen Sie im folgenden Ratgeber.

Ein ungesicherter Hund im Auto. (Foto: Unsplash, Pixabay, Public Domain)

Tipps zum Kauf von Hundeboxen

Damit Hundetransportboxen ihren Zweck erfüllen, müssen sie zu den individuellen Ansprüchen möglichst ideal passen. Neben der Größe des Hundes spielt es eine elementare Rolle, wofür die Hundebox genutzt wird. Die aufgelisteten Punkte erleichtern die Kaufentscheidung:

  • Körpergröße: Ausschlaggebend für den Kauf ist die Körpergröße Ihres Hundes. Hunde müssen sich im Inneren ohne Mühe umdrehen können. "Der Hund sollte problemlos im Hunde-Transportkäfig stehen sowie sich bequem hinlegen können" ergab ein Vergleich, bei dem Hundeboxen im Test beurteilt wurden.
  • Öffnungen: Beim Transport zum Tierarzt kann es hilfreich sein, wenn die Hundebox auf jeder Seite einen Eingang hat. Somit kann sich der Hund nicht zurückziehen, sondern komfortabel hervorgeholt werden. Bei sehr ängstlichen und weniger schweren Tieren kann eine Öffnung am Boxen-Deckel praktisch sein, weil der Zugriff leichter fällt.
  • Material: Aluminium-Boxen sind für große Hunde, lange Transporte und einen langlebigen Einsatz ideal. Produkte aus Nylon oder Kunststoff sind für Zuhause oder Kurzstrecken beim Transport von kleinen bis mittelgroßen Hunden vorteilhaft.
  • Belüftung: Gerade im Sommer ist es sehr wichtig, dass Hunde ausreichend Sauerstoff bekommen. Eine Transportbox sollte gut durchlüftet sein und ausreichend Öffnungen aufweisen.
  • Gewicht: Muss die Box, wie beispielsweise bei sehr kleinen Hunden, häufiger getragen werden, sollte sie möglichst leicht sein.
  • Sicht: Hunde können es als unangenehm wahrnehmen, wenn sie aus ihrer Transportbox nicht hinausschauen können. Gerade bei längeren Fahrten und Reisen mit Hund sollten Boxen Sichtfenster bieten.

Hunde im Auto transportieren

Der wohl bekannteste Einsatzzweck einer Hundebox besteht im Transport im Auto. Laut § 23 Straßenverkehrsordnung müssen Hunde angemessen gesichert werden, weil sie als Ladung gelten. Sind Hunde nicht oder unzureichend gesichert, kann das Bußgeldstrafen ab 35 Euro und sogar Punkte in Flensburg nach sich ziehen. Das Transportieren von Hunden im Pkw wird durch Transportboxen sehr sicher. Bei dieser Transportvariante werden nicht nur menschliche Insassen geschützt, sondern auch das Tier selbst. Kommt es zum Unfall, wird zum einen verhindert, dass Hunde als lebensgefährliches Geschoss durch die Fahrerkabine fliegen, und zum anderen, dass das Tier schwer verletzt wird. Gute Boxen lassen sich durch spezielle Konstruktionen mit dem herkömmlichen Sicherheitsgurt im Fahrzeug fixieren. Bei Unfällen oder Vollbremsungen bleibt die Hundetransportbox da, wo sie sein soll und der Hund kann nicht innerhalb des Autos herumgewirbelt werden. Gleichzeitig werden Hunde durch die schützende Hülle vor herumfliegenden Gegenständen geschützt. Um das Verletzungsrisiko innerhalb der Box minimal zu halten, darf das Transportzubehör weder zu klein noch zu groß sein. Bei besonders großen Rassen empfiehlt sich ein Hundekäfig für den Kofferraum. Selbst bei Überschlägen sind die Hunde darin bestmöglich gesichert. Mit Decken, Kissen und Unterlagen lassen sich Boxen und Käfige bequem einrichten. Weitere Tipps und Informationen zur Gesetzeslage beim Hundetransport im Auto wurden im Ratgeber von MotorVision zusammengefasst, den Sie sich kostenlos herunterladen können. Im Video von Motorvision erfahren Sie darüber hinaus, welche Folgen schlecht gesicherte Tiere haben können.

Hunde im Flugzeug transportieren

Wer mit Hund fliegt, muss je nach Größe und Gewicht des Tieres in Kauf nehmen, dass es im Gepäckraum reisen muss. Ohne eine Hundetransportbox ist dies nicht möglich. Grundsätzlich ist es ratsam, eine eigene Transportbox zu verwenden und nicht die am Flughafen mietbaren Objekte. Ein Flug ist extrem stressig für Hunde. Um die Reise angenehm zu gestalten, ist eine Hundebox, die das Tier bereits kennt und in der es sich gerne aufhält, von Vorteil.

Hundebox als Rückzugsort

Werden Hunde schonend an eine Hundebox gewöhnt, kann sie dem Tier als willkommener Rückzugsort dienen. In aufregenden Situationen, beispielsweise wenn viele Gäste zu Besuch sind, können sich Hunde zurückziehen und ihre Ruhe genießen. Vielen Tieren dienen derartige Boxen sogar als Schlafplatz. Die geschlossenen Seiten vermitteln ein Gefühl wie in einer Höhle, was Hunde in der Regel als sehr behaglich empfinden.

Trainingsmöglichkeiten

Ein Hund braucht klare Grenzen und Regeln. Eine Regel kann sein, dass das Tier sich zu Hause nicht durchgehend frei bewegen darf. Das kann unter anderem bei Besuch der Fall sein. Sind kleine Kinder anwesend, die Angst vor Hunden haben, ist es gut, wenn sich der Hund an einem bestimmten Ort ins "Platz" verweisen lässt und dort solange verweilt, bis sein Bewegungsfreiraum wieder freigegeben wird. Hundeboxen können das Training dahingehend massiv erleichtern. In erster Linie erlauben sie es den Bewegungsfreiraum von Hunden räumlich einzuschränken. Wird einem Hund die Box als fester Platz zugewiesen, kann dies auf das Tier entspannend wirken, weil er in dem Moment, in dem sein Halter die Verantwortung für den Rest der Wohnung übernimmt, zur Ruhe kommt. Ist der Hund an seine Box gewöhnt, fühlt er sich darin wohl und nimmt seinen Platz gerne an.

Fazit

Hundeboxen sind ein vielfältig einsetzbares Accessoire, das hauptsächlich aufgrund des sicheren Transportes überaus positiv zu bewerten ist. Aber auch zu Hause kann eine Hundebox Sie beim Umgang mit Ihrem Haustier unterstützen.

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weitere Bilder:

Eine sichere Hundebox im Auto. (Foto: Markus Mainka, fotolia.com)