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23.04.2013 Torsten Mayer, Smoothy.de

Reinigung von Hundebetten - worauf man achten sollte

Ein verschmutztes Hundebett ist weder für den Hund noch das Herrchen angenehm. Wie man den Schlafplatz des Lieblings am besten reinigt und sich viel Arbeit durch den Kauf des richtigen Hundebettes ersparen kann, steht in unserem neuen Artikel von Torsten Mayer.

Empfehlenswert sind wasserfeste und schmutzabweisende Hundebetten. (Foto: Smoothy)

Hunde lieben es herumzutollen. Sie wollen alles erkunden und springen auch gerne einmal in die eine oder andere Pfütze. Obwohl der vierbeinige Liebling nach seinen Ausflügen wieder gebürstet und gebadet wird, lässt sich gar nicht vermeiden, dass sein Hundebett mit der Zeit verunreinigt wird. Nun ist ein schmutziges Hundebett nicht nur ein unansehnlicher Anblick und riecht zumeist auch nicht so besonders, es kann auch zu einer ernsthaften Gesundheitsgefährdung für den Hund werden. Dieses Risiko will natürlich kein Hundebesitzer eingehen. Bei der Reinigung des Hundebettes gilt es daher, einige wichtige Punkte zu beachten. Das fängt bereits beim Kauf des Hundebettes an, denn eine Vielzahl von Betten stehen zur Auswahl, doch was die Reinigung betrifft, lohnt ein Blick auf die Details.

Hundebett mit Bedacht kaufen

Auch wenn Ihnen viele der im Internet und in den Geschäften angebotenen Hundebetten gefallen, ist es nicht ratsam, sich nur vom äußeren Erscheinungsbild zum Kauf bewegen zu lassen. Überprüfen Sie die Angebote darauf, ob ein herausnehmbares Inlett vorhanden ist und ob sie sich leicht oder umständlich reinigen lassen. Im letzteren Fall oder wenn ein Inlett fehlt, sollten Sie den Hundekorb lieber stehen lassen, auch wenn er optisch gefällt. Bei einem guten Hundebett lassen sich die Bezüge und Einlagen abziehen und herausnehmen und dann in der Waschmaschine waschen. Oder die Bezüge lassen sich mit Wasser und einem geeigneten Reinigungsmittel abwaschen, wie das zum Beispiel bei Kunstleder der Fall ist. Auch Rahmen und Unterboden sollten sich mit Reinigungsmittel und Wasser säubern lassen.

Nach dem Kauf

Ein frisch gekaufter Hundekorb ist noch nicht bezugsfertig. Wie Menschen können Hunde auf chemische Mittel mit Allergien reagieren, deshalb ist es eine gute Idee, das Hundebett je nach Material entweder feucht abzuwischen oder die Einlagen und Bezüge in der Waschmaschine zu waschen. Ebenso hält man es ja auch mit seiner eigenen neu gekauften Kleidung. Mit den Hundedecken verfahren Sie genauso. Danach ist das Hundebett fertig, und Ihr Hund kann seinen neuen Lieblingsplatz in Besitz nehmen.

Auch der sauberste Hund macht Schmutz

Nicht nur schmutzige Pfoten, sondern auch Sabber, Urin und Hundehaare landen im Hundekorb. Leider kann das auch auf Parasiten wie Flöhe zutreffen. Selbst der sauberste Hund ist davor nicht gefeit. Bei jungen Hunden kann auch leicht einmal ein "Unfall" passieren, bevor sie ganz stubenrein sind.

Wie macht man das Hundebett sauber?

Bei Hundekörben mit abziehbaren Bezügen und Einlagen können Sie diese zuerst absaugen oder abbürsten und so von grobem Schmutz und einem Großteil der Haare befreien. Das gilt auch für den Unterboden und den Rahmen. Dann geben Sie den Bezug und die Einlage in die Waschmaschine, wobei Sie auf die Angaben des Herstellers achten sollten, was die Waschtemperatur angeht. Die liegt meist zwischen 30 und 60 Grad. Sind die Bezüge nicht zu stark verschmutzt, kann man sie zwischendurch auch einfach einmal per Hand abwaschen. Auch hier ist das Material der Bezüge wichtig, denn einige sind wasserabweisend und somit leicht abwaschbar. Im Zweifelsfall hält man sich auch hier an die Herstellerangaben. Ebenso wie die Bezüge kann man auch die Decken ausklopfen und in die Waschmaschine geben. Zwei Dinge gilt es allerdings beim Waschen für den vierbeinigen Freund zu beachten: Zum einen ist es nicht ratsam, die eigenen Kleidungsstücke gemeinsam mit denen des Hundes zu waschen, da die Hundehaare nach dem Waschgang auf der Kleidung verbleiben könnten, was vor allem auf dunkler Kleidung sehr auffällt. Der zweite Punkt ist, dass Hunde Weichspüler keinesfalls genauso gern mögen wie ihre Herrchen, denn er irritiert die empfindliche Hundenase und sorgt im schlimmsten Fall sogar für Allergien.

Das Inlett der Hundekissen muss im Normalfall nicht gesäubert werden, da die Bezüge oft wasserfest sind. Ist dies allerdings doch einmal nötig, achten Sie unbedingt darauf, dass die Füllung, die oft aus EPS-Perlen, Polyesterwatte oder Schaumstoff besteht, völlig durchgetrocknet ist, bevor Sie den Bezug aufziehen. Sonst kann es im schlimmsten Fall zur Schimmelbildung kommen. Im Normalfall bestehen der Rahmen und der Unterboden des Hundekorbes aus Plastik oder Holz oder sind mit wasserfesten Materialien bezogen und lassen sich mit warmem Wasser und einem Tuch ebenfalls leicht reinigen. Nur bei hartnäckigem Schmutz, der sich auf diese Weise nicht entfernen lässt, darf ein Reiniger Abhilfe schaffen. Dabei ist es im Interesse der Hundegesundheit sehr wichtig, dass Sie einen milden Reiniger verwenden. Im Zweifelsfall hält der Tierfachhandel Reinigungsmittel bereit. Bezüge aus Kunstleder muss man nicht in die Waschmaschine geben - es reicht, sie einfach mit handwarmem Wasser und einem Tuch oder weichen Schwamm abzuwaschen. Auch hier gilt es, entweder auf Reiniger ganz zu verzichten oder zu einer milden Variante zu greifen. Grobe Verschmutzungen und Haare können Sie auch bei Bezügen aus Kunstleder mit einem Staubsauger mit Bürstenaufsatz entfernen.

Wenn der Hund sich Parasiten eingefangen hat, dann empfiehlt es sich, zuallererst den Hund zu behandeln, etwa mit einem entsprechenden Mittel und einem Flohhalsband und speziellem Hundeshampoo. Im Fachhandel und beim Tierarzt können Sie sich beraten lassen. Ist der Hund versorgt, waschen Sie den Unterboden und Rahmen des Hundebettes. Je nachdem um welches Modell es sich handelt, können Sie auch die Kissenbezüge abwaschen oder in die Waschmaschine geben. Auch hier ist das Inlett im Normalfall nicht betroffen. Danach wird das gereinigte Bett mit Präparaten gegen die Schädlinge behandelt. Die Präparate und die genaue Anleitung, wie sie zu benutzen sind, findet man in jeder guten Tierfachhandlung und beim Tierarzt.

Kein Hundebett lebt ewig

Für jeden Hundekorb ist einmal die Zeit gekommen, wo er trotz guter Pflege und Reinigung nicht mehr richtig ansehnlich ist und vielleicht auch nicht mehr so besonders gut riecht. Dann ist es Zeit, sich zu verabschieden und dem vierbeinigen Freund ein neues Schlafmöbel zu gönnen.

Autor: Torsten Mayer aus Fürth ist Betreiber von Smoothy.de, einer Sitzsäcke- und Hundebetten-Manufaktur.

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Auch auf einen abziehbaren Bezug sollten man beim Kauf eines Hundebettes achten. (Foto: Smoothy)