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31.01.2014 Simone Fischer, Mobile Tierheilpraxis

Bachblütentherapie für Hund, Katze & Co.

Ihr Hund ist übersensibel oder aggressiv? Ihre Katze ist eifersüchtig oder ängstlich? Sie haben ein Tier aus dem Tierheim aufgenommen? Sie planen einen Umzug? Ein Tierarztbesuch oder eine OP steht an? Das sind einige Fälle, in denen die Bachblütentherapie Ihrem Tier helfen kann.

Hund mit Bachblütenset. (Foto: S. Fischer)

Jeder Katzen- und Hundeliebhaber weiß, dass auch Tiere eine Seele haben und genau wie bei Menschen wird diese durch viele Dinge beeinflusst. Aufzucht, Haltung, Erziehung, Erlebnisse all das wirkt auf ein Tier und seine Seele ein. Kommt es nun aufgrund der äußeren Umstände zu seelischen Problemen kann die Bachblütentherapie eine hilfreiche Methode sein, um dem Tier zu helfen, seine Probleme zu bewältigen und wieder ausgeglichen zu sein.

Bachblütentherapie nach Dr. Edward Bach

Der Engländer Dr. Bach (1886-1936) hat bei 37 Blüten von wildwachsenden Blumen, Büschen und Bäumen und reinem Quellwasser ein bestimmtes Schwingungspotential entdeckt und konnte diese in Zusammenhang mit den verschiedenen Stimmungen und Schwingungen der Seele bringen. Er entwickelte daraus die Bachblütentherapie, die sich heute in der Naturheilkunde fest etabliert hat und sich auch bei Tierhaltern immer größerer Beliebtheit erfreut.
Jeder Gemütszustand, wie z.B.

  • Übersensibilität
  • Dominanz
  • Aggression
  • Angst
  • Eifersucht
  • Neid
  • Depression
  • Trauer
  • Mutlosigkeit

ist einer Blüte zugeordnet. Die Blüte kann durch ihre positive Schwingung den negativen Anteil des Gemüts ins Positive verwandeln. Aus diesen 38 Essenzen wird ein Bachblütentherapeut z.B. ein Tierheilpraktiker einige Blüten heraussuchen, die dem seelischen Zustand Ihres Tieres entsprechen. Dabei wird er sowohl sein allgemeines Wesen wie auch seine Probleme oder Verhaltensauffälligkeit miteinbeziehen und daraus eine Bachblütenmischung individuell für Ihr Tier zusammenstellen.

Dauer und Art der Anwendung

Diese Mischung können Sie in der Apotheke bestellen und Ihrem Tier nach dem Rat des Therapeuten verabreichen. In der Regel werden die Bachblüten täglich 3 mal 3 Tropfen mit einer Pipette ins Maul gegeben oder auf einem Leckerli verabreicht. Für Tiere gibt es auch extra Mischungen ohne Alkohol, die dann aber im Kühlschrank aufbewahrt werden müssen. Meist kommt es bereits nach einigen Tagen zu ersten Reaktionen. Die Bachblütenmischung kann über einige Wochen gegeben werden. Normalerweise ist die Mischung dann auch aufgebraucht. Danach sollte erneut geschaut werden, was sich verändert hat und eine neue Mischung angepasst werden. Im Idealfall ist das aber nicht mehr erforderlich, hängt aber natürlich vom Schweregrad der Verhaltensauffälligkeit ab. Handelt es sich nur um eine leichte Eifersüchtelei unter Artgenossen wird diese schneller behoben werden können, als wenn es sich um tiefsitzende Ängste handelt, die z. B. aufgrund von traumatischen Ereignissen entstanden sind.
Bachblüten können gut begleitend und unterstützend zu einer schulmedizinischen Behandlung oder zu anderen naturheilkundlichen Methoden gegeben werden.

Anwendungsgebiete

Neben den bereits erwähnten seelischen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten kann die Bachblütentherapie auch unterstützend und vorbeugend in den folgenden Situationen eingesetzt werden:

  • bevorstehender Umzug
  • Tierarztbesuch
  • anstehende OP
  • Umstände, die dem Tier Angst bereiten
  • wenn das Tier länger von seinem Zuhause fort muss (z.B. Aufenthalt in einer Tierpension)

Bei diesen Vorkommnissen haben sich die Notfalltropfen "Rescue Remedy" bewährt. Das ist eine fertige Mischung, die z.B. auch an Silvester sehr hilfreich sein kann.

Heute ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Seele einen Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden hat und das ist bei Hund und Katze genauso. Das bedeutet, dass nicht nur seelische Probleme mit dieser Methode behandelt werden können, sondern auch körperliche, die ihren Ursprung in einer seelischen Problematik haben.

Dazu ein Beispiel: Ein Hund, der sehr ängstlich ist, wird aufgrund seiner Ängste ständig unter körperlicher Anspannung stehen. Dies lässt die Muskeln anspannen, sich verhärten und in schlimmen Fällen kann diese Muskelanspannung dazu führen, dass der gesamte Bewegungsapparat sich "verformt", weil permanent die Muskeln verkürzt sind, die Bänder und Sehnen werden anormal belastet, die Gelenkknorpel können nicht richtig ineinander greifen, was zu verstärkter Abnutzung führt. Diese Veränderungen verursachen Schmerzen, was der Hund wiederum mit Schonhaltung zu kompensieren versucht. Ein Kreislauf wird in Gang gesetzt, der sich immer weiter von selbst hochschraubt und verschlimmert. Wird nur ein Schmerzmittel gegeben, werden die Schmerzen zwar gelindert, aber in dem Augenblick, in dem sie nicht mehr gegeben werden, setzt der Kreislauf wieder ein. Mit den richtigen, sorgfältig ausgewählten Bachblüten können die Ängste des Hundes behandelt und aufgehoben werden. Die Muskeln können sich wieder entspannen, die Schonhaltung kann aufgegeben werden, die Schmerzen verschwinden. Die Ursache für das Leiden des Hundes wird behandelt und kann dem Hund somit zu seelischer Zufriedenheit und zu körperlichem Wohlbefinden verhelfen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen einen kleinen Einblick in diese wunderbare Methode bieten können, die Tiere sanft und natürlich unterstützen kann. Wenn Sie sich näher informieren möchten, es gibt eine Vielzahl an Büchern zu diesem Thema und auch Seminare. Ich weiß die Bachblüten in meiner Tierheilpraxis sehr zu schätzen.

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weitere Bilder:

Die Stockbottles, in denen die Bachblüten abgefüllt sind. (Foto: S. Fischer)
Katze mit Bachblütenset. (Foto: S. Fischer)
Bachblüte Heather (Heidekraut). (Foto: S. Fischer)
Bachblüte Holly (Stechpalme). (Foto: S. Fischer)