Hunderasse Mastiff
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| Mastiff | |
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| FCI - Standard Nr. 264 | |
| Patronat | Großbritannien |
| Klassifikation FCI |
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| Rassenamen laut FCI | Mastiff |
| Andere Namen | Old English Mastiff |
| Widerristhöhe | bis 80 cm |
| Gewicht | ca. 90 kg, oft schwerer |
Der Mastiff ist eine vom internationalen Hundekundeverband FCI anerkannte britische Hunderasse.
Herkunft und Geschichtliches
Der Mastiff ist ein Abkömmling des Molosser aus Mazedonien und Epirus, der mit Handelsschiffen aus Tyros und Sidon nach England kam. Er ist der Vorfahre vieler Hunderassen, wie der Deutschen Dogge, dem Boxer oder dem Bulldog.
Beschreibung
Sein Gewicht beträgt ca. 90 kg, es gab aber auch schon deutlich schwerere Exemplare. Der schwerste Mastiff, von dem man je gehört hatte und gleichzeitig auch der schwerste Hund überhaupt, war ein Rüde namens Aicama Zorba La-Susa. Laut Guinness-Buch brachte dieses Exemplar im November 1989 bei einer Schulterhöhe von 95 cm 155,58 kg auf die Waage. Der FCI legt in seiner Rassebeschreibung fest, dass Gewicht und Größe „im richtigen Verhältnis“ zueinander stehen sollten. Da schwerere Tiere vermehrt zu spezifischen gesundheitlichen Problemen neigen, empfiehlt der FCI eine Gewichtsgrenze von etwa 90 kg. In der Regel haben Rüden eine Widerristhöhe ab 80 cm, Hündinnen ab 70 cm. Der VDH hat hier ebenfalls eine Mindesthöhe angegeben. Der Mastiff ist somit ein großer, massiger Hund, dabei wohlproportioniert. Der Brustkorb ist breit und tief, der Körper mit plastischer Bemuskelung. Der Schädel ist breit zwischen den Ohren, die Stirn ist eben, aber mit Falten versehen. Lefzen in stumpfem Winkel von der Nasenscheidewand ausgehend, leicht hängend, so dass ein quadratisches Profil entsteht. Fang, Nase und Ohren sollen eine dunkle Farbgebung haben, die sogenannte Maske. Die Ohren hängen, am höchsten Punkt zu beiden Seiten des Schädels angesetzt. Das Haar ist kurz, anliegend, nicht zu fein, zulässig sind die Farben apricot,fawn (sandfarben) und gestromt.
Wesen
Der Mastiff, auch als „englische Dogge“ bekannt, ist eine der größten Hunderassen. Durch seine Größe wirkt der Mastiff leicht respekteinflößend, er ist aber vom Wesen her ein ruhiger, gutmütiger Hund mit einem sehr ausgeglichenen Temperament. Neuen Situationen gegenüber verhält er sich abwartend-beobachtend und zurückhaltend. Die breite Stirn legt er bei aufmerksamer Beobachtung in Falten.
Der Mastiff gehört zu den Hunderassen mit einer sehr hohen Reizschwelle, d. h. er reagiert auf Reize, die Hunde anderer Rassen schon zur Aggression veranlassen können, ohne Aufregung. Erst bei Bedrohung für seine Familie wird der Mastiff versuchen, diese "Gefahr" von seiner Familie fern zu halten indem er den Aggressor stellt, ihn jedoch nicht angreift. Ist die Gefahr vorüber, legt er seine übliche Gelassenheit an den Tag. In seinem Ursprungsland England wird er als Wächter großer Anwesen gehalten. In Deutschland ist die Rasse nur in kleiner Zahl vertreten. Der Mastiff liebt seine Familie und braucht den Kontakt zu seinen Menschen. Schreien in seiner Erziehung stößt bei einem Mastiff auf Unverständnis, Schläge sind, wie bei allen Hunden, als Erziehungsmittel ungeeignet, er lässt sich aber mit entsprechender Zuwendung gut erziehen.
Rasseproblematik
Der Mastiff hat wie viele molossoide Hunde, eine hohe Reizschwelle und darf niemals eine erhöhte Aggressionsbereitschaft zeigen (siehe hierzu auch Zuchtbuch OEMCD, VDH). Wegen ihrer Größe und massigen Kiefern wird die Rasse in einigen Bundesländern und Schweizer Kantonen auf einer Liste von Hunderassen geführt, jedoch findet sich der Molosser hier nur auf der sog. Liste II. Dort werden Hunde geführt die wegen ihrer Größe und Bemuskelung ein gewisses Risiko bergen. (Rasselisten der Bundesländer)
Literatur
- Marie Antoinette Moore: The Mastiff. Denlinger's Publishers 1978, ISBN 0-87714-059-6
- Hans Rosingh: Mastiff Images, BBPress 2003.
- Douglas Oliff: Das grosse Molosser Buch. (Originaltitel: The ultimate book of mastiff breeds.) Kynos, Mürlenbach 1999, ISBN 3-933228-07-7

