Aktion: Zusatzoptionen jetzt mit gratis Top-Inserat!
Snautz.de ist jetzt für mobile Geräte optimiert. Und mit jeder Bestellung wird Ihr Inserat gratis zum Top-Inserat!

Hunderasse Kanaanhund

Hier finden Sie nützliche Informationen zur Hunderasse Kanaanhund. Wesen, Herkunft und andere Merkmale können Sie dem unten stehenden Rasseportrait entnehmen. Beachten Sie auch unser Kanaanhund-Bild.

Kanaanhund (Bild)
Ein Kanaanhund im Schnee.
Herkunft: Israel
andere Namen: Canaan Dog, Israel-Spitz
Größe: 50 bis 60 cm
Gewicht: 18 bis 25 kg
FCI: Nr. 273, Gruppe 5

Der Canaan Dog (Kanaanhund) ist eine von der FCI (Nr. 273, Gr. 5, Sek. 6) anerkannte Hunderasse aus Israel.

Herkunft und Geschichtliches

Die Kanaans gehören zur Gruppe der Pariahunde, die im gesamten afrikanisch-asiatischen Raum zu finden sind. Sie leben in der Nähe menschlicher Siedlungen, von Menschen geduldet, aber nicht gefördert oder gefüttert. Naturvölkern sind sie nützlich als Vertilger jeglichen organischen Abfalls. Noch heute leben Kanaans in Rudeln in der Wüste. Brauchen Beduinen einen Wachhund für ihr Lager oder einen Hütehund für ihre Schafe, suchen sie eine wildlebende Hündin, die in einer Höhle ihre Welpen aufzieht und werfen ihr ab und zu ein Stück Brot hin, bis sie den stärksten Rüdenwelpen ausgewählt haben, der künftig ihr Lager bewachen wird.

Kynologisch gehören die Pariahunde zur Spitz-Familie, der ältesten Hundefamilie der Welt. Jahrtausendealte Felszeichnungen zeigen solche Hunde als Jagdgehilfen. Im Laufe der Zeit passte sich der Urtyp des Spitzes der Situation seiner jeweiligen Umgebung an. Der Kanaan-Hund ist die weiterentwickelte Form des Spitz-Types im heutigen Israel. Die Kanaans besitzen immer noch starke Überlebens-Instinkte, was sie zu intelligenten, unabhängigen und eben auch sehr vorsichtigen Hunden macht.

Die Rasse der Kanaans ist von wildlebenden Paria-Hunden rückdomestiziert worden, und zwar von Rudolphina Menzel, einer Hunde-Verhaltensforscherin und Kynologin, die in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts aus Wien nach Palästina emigriert war. Sie nahm einige zu sich nach Hause und war überrascht, wie leicht sie sich domestizieren und ausbilden ließen. Sie waren lebhaft und anhänglich. Prof. Menzel nannte sie Kanaan-Hunde nach dem biblischen Land Kanaan und setzte sich dafür ein, dass sie als Rasse anerkannt wurden.

Beschreibung

Die Canaan Dogs erreichen eine mittlere Körpergröße (Widerristhöhe von 50-60 cm). Je nach Geschlecht und Größe erreichen sie ein Gewicht von 18 - 25 kg.

Das Haarkleid ist dicht, stark und glatt, kurz bis mittellang und mit dichter und reichlicher Unterwolle. Die Fellfarbe der Rasse ist von sandfarben bis zu rot-brauntönen, weiß, schwarz, oder gefleckt mit oder ohne Maske. Bei Hunden mit Maske muß diese Symmetrisch sein. Wüsten sandfarben, gold, rot und cremefarben sind typisch für die Rasse. Unerwünschte Farben im Rassestandard sind: schwarz mit braun (black and tan), Grau, gestromt und dreifarbig.

Der Körperbau ist quadratisch. Seine Rute trägt er hoch angesetzt über den Rücken gerollt. Seine Nase ist schwarz. Die Augenfarbe ist Dunkelbraun. Die Augen sitzen leicht schräge und haben die Form einer Mandel.

Wesen

Auch domestizierte Kanaanhunde sind in ihrem Verhalten Wildtieren sehr ähnlich. Sie sind territorial und besitzergreifend, misstrauisch gegenüber fremden Menschen und fremden Dingen, intelligent und sehr unabhängig.

Welpen müssen früher als Welpen anderer Rassen sozialisiert und bei urbaner Haltung mit der ihnen fremden städtischen Umwelt vertraut gemacht werden, damit sie die ihnen angeborene Scheu überwinden. Da der Kanaan sehr ortsgebunden ist, streunt er nicht. Er betrachtet den Bereich, in dem er lebt mit all seinem Inhalt inklusive seines Besitzers, dessen Angehörigen und anderen Haustieren, als sein Eigentum, das er gegen jeden Eindringling verteidigen muss.

Gegenüber seiner Familie ist er treu und ergeben. Das Verhältnis zu seinem Besitzer versteht er als Partnerschaft, in der beide Seiten nehmen und geben. Der Kanaan hat nicht das Bedürfnis, seinem Halter immer zu folgen. Gegenüber den Kindern des Besitzers entwickelt das Tier einen Beschützerinstinkt. Eltern sollten allerdings darauf achten, dass der Hund die Möglichkeit hat, sich zurückzuziehen.

Kanaans sind gute Wachhunde, aber sie sind von Natur aus keine Angreifer. Erst wenn ein Kanaan den Eindruck hat, dass er oder seine Familie bedroht sind, greift er an. Vor dem Angriff bellt zur Warnung und gibt sich ein gefährliches Aussehen.

Der Kanaan kann aggressiv auf andere Hunde reagieren, die es wagen, an seinem Eigentum vorbei zu gehen. Aggressionen unter gleichgeschlechtlichen Hunden sind bei Kanaans nicht unüblich.

Dieses Rasseporträt basiert auf dem Artikel Canaan Dog aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.