Hunderasse Airedale-Terrier

Hier finden Sie nützliche Informationen zur Hunderasse Airedale-Terrier. Wesen, Herkunft und andere Merkmale können Sie dem unten stehenden Rasseportrait entnehmen. Beachten Sie auch unser Airedale-Terrier-Bild.

Airedale-Terrier (Bild)
Airedale Terrier 14 Monate alt, nicht kupiert und dem Standard gemäß getrimmt.
Herkunft: Großbritannien
andere Namen: Waterside Terrier, Bingley Terrier
Größe: 56 bis 61 cm
Gewicht: 22 bis 30 kg
FCI: Nr. 7, Gruppe 3

Der Airedale Terrier ist eine von der FCI anerkannte britische Hunderasse (FCI-Gruppe 3, Sektion 1, Standard Nr. 7).

Herkunft und Geschichtliches

Der Name bezieht sich vermutlich auf „dale“ (engl.: Tal) des Flusses Aire in der englischenGrafschaftYorkshire, Großbritannien. In dieser Gegend liegt vielleicht auch der Ursprung der Rasse. Mit hoher Wahrscheinlichkeit züchteten die Bauern und Arbeiter im Tal des Flusses „Aire“ Mitte des 19. Jahrhunderts aus den Rassen Otterhund und mittelgroßer englischer Terrier einen vielseitig einsetzbaren Hund. Auch Gordon Setter und Schottische Schäferhunde sollen eingekreuzt worden sein. Die ersten Erwähnungen bezeichnen ihn noch als „Waterside-“ oder „Working-Terrier“. Im Jahre 1875 wurden die ersten Hunde dieses Schlages unter den Namen „Waterside-“ oder „Bingley-Terrier“ ausgestellt. Erst um das Jahr 1880 fand die heutige Bezeichnung „Airedale Terrier“ bei Zuchtschauen Verwendung. Die ersten Eintragungen in das Zuchtbuch erfolgten 1882. Im Jahr 1886 erkannte auch der englische „Kennel Club“ die Rasse offiziell an. Zu beachten ist, dass die Jahreszahlen zur Rassegeschichte in der Literatur und im Internet stark voneinander abweichen.

Beschreibung

Der „Airedale Terrier“ ist ein robuster, sehr muskulöser Hund mit hartem, dichtem und drahtigem Haar sowie viel Unterwolle. Das Fell darf bei den heutigen Zuchtstandards nicht mehr struppig wirken. Die Farben von Kopf, Ohren und Läufen sind lohfarben (also das „tan“ im Englischen), Rücken und Flanken dagegen schwarz oder dunkelgrau, sehr selten braun. Rüden weisen mit 58 bis 61 cm gegenüber 56 bis 59 cm bei Hündinnen deutlich mehr Größe und Gewicht auf. Damit ist er die größte (englische) Terrierrasse, wobei das Gewicht um die 22 bis 30 kg liegt.

Bei regelmäßigem Trimmen haart diese Rasse nicht und ist somit bei richtiger Erziehung in einer Wohnung gut zu halten.

Verwendung

Nach dem Foxterrier ist der Airedale Terrier der bekannteste Terrier im deutschsprachigen Raum, da diese Rasse noch vor dem Deutschen Schäferhund als Diensthund bei Polizei und vor allem beim Militär Verwendung fand. Diese Vielfalt in seinen Fähigkeiten beruht auf den verschiedenen Verwendungen im Ursprungsgebiet. Die Bauern, Jäger, Bergleute und Fabrikarbeiter setzten diese Hunde für die Jagd, vor allem die beliebte Otterjagd, Hütearbeit, Wachdienste und sogar für Hundekämpfe ein. Trotz seines rauhen und auch struppigen Aussehens in den ersten Jahren der Zucht diente er Ende des 19. Jahrhunderts den Damen in London als bevorzugter Begleithund.

1894 gab es eine Empfehlung wegen der besonders guten Eignung für den Heeresdienst beim deutschen Militär. Es erfolgten Versuche mit unterschiedlichen Hunderassen, wobei die „Airedale Terrier“ besonders robust und vielseitig einsetzbar waren. Während des Ersten Weltkrieges waren alle Heereshunde in Deutschland von dieser Rasse. Bei einer Hundemusterung im Zweiten Weltkrieg lagen die „Airedale Terrier“ mit 33 % der tauglichen Hunde noch vor den Rassen Dobermann und Boxer.

Wesen

Airedale Terrier gelten als sehr intelligent und lernfreudig. Daneben zeichnen sich die Tiere oft durch Lebhaftigkeit aus und werden infolge ihres freundlichen Wesens als Familienhunde gehalten.

Filmhund

Ein Airedale Terrier verkörperte in dem bekannten sowjetischen Kinderfilm Der elektronische Doppelgänger (1979) den Computerhund Ressi (in der deutschen Fassung Setti).

Dieses Rasseporträt basiert auf dem Artikel Airedale Terrier aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.